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Roman Weidenfeller wird „40“

Roman Weidenfeller wird „40“

Willi Kronsbein, Günter „Bubi“ Rau, Heinrich Kwiatkowski, Bernhard Wessel, Hans Tilkowski, Horst Bertram, Eike Immel, Wolfgang de Beer, Stefan Klos und Jens Lehmann. Eine stolze Liste großartiger Torhüter, die zwischen 1945 und 2002 im Gehäuse des BVB gestanden und auf eine Menge nationaler und internationaler Erfolge verweisen können. Und dann kam als Lehmann-Nachfolger ein gewisser Roman Weidenfeller, der diese Reihe der Spitzenkeeper kontinuierlich fortsetzte.

Seine ersten Sporen verdiente sich der Jungspund bei den Sportfreunden Eisbachtal. Es folgte der 1. FC Kaiserslautern mit der Gerry-Ehrmann-Schule. Hier erwarb sich der junge Keeper den Ruf, zu den besten seines Fachs im gesamten deutschen Nachwuchs zu gehören.

2002 kam der Wechsel nach Dortmund und die Nachfolge von Jens Lehmann im BVB-Tor für zunächst ein halbes Jahr. Dann allerdings musste er „temporär“ Guillaume Warmuz den begehrten Platz überlassen.

Als aber Trainer Bert van Marwijk zu den Borussen stieß, änderte sich das Blatt wieder zugunsten des aus dem staatlich anerkannten Heilbad Diez in Rheinland-Pfalz stammenden 1,90 m großen Modellathleten, der seine zweite Chance konsequent nutzte, sich als die Nr. 1 des BVB etablierte und nachwies, dass er in die erste Reihe der bundesdeutschen Top-Torhüter gehörte. Das renommierte Sportmagazin „Kicker“ bescheinigte ihm das übrigens mehrfach.

Eine langwierige Verletzung verbaute ihm 2008 die Teilnahme am DFB-Finale, in dem die Borussen mit Marc Ziegler als seinem Vertreter knapp gegen den FC Bayern unterlagen.

Dann kam Jürgen Klopp und für Weidenfeller seine erfolgreichste Zeit als Fußball-Profi. 2011 und 2012 jeweils Deutscher Meister, 2012 darüber hinaus auch Deutscher Pokalsieger. In diesem Match gegen den Dauerrivalen FC Bayern verletzte er sich allerdings schon kurz nach Spielbeginn so schwer, dass in der 34. Minute Mitch Langerak an seine Stelle treten musste. Abgerundet wude seine stolze Bilanz 2011 mit einem besonderen Sahnehäubchen: Der BVB wurde zur „Mannschaft des Jahres“ gekürt!

Und fast, aber eben nur fast, hätte es ja auch mit dem Champions-League-Pokal 2013 geklappt. Das 1:2 gegen den FC Bayern im Londoner Finale 2013 war schon bitter. Gerade in den Spielen der Königsklasse 2012/13 hielt der Roman durchgehend grandios und verdiente sich das Prädikat „Weltklasse“!

Auch 2017 stand er noch im Aufgebot des gewonnen Pokalendspiels gegen Frankfurt. Zwischen den BVB-Pfosten stand allerdings jetzt schon Roman Bürki. Roman Weidenfellers Torwartspiel beeindruckte besonders durch seine blitzartigen Refelexe und die außergewöhnliche Klasse auf der Torlinie. An der Strafraumbeherrschung und den damit verbundenen Aufgaben als mitspielender Zerberus arbeitete er konsequent und erfolgreich, bis er auch auf diesem Gebiet meisterlich war.

Bundestrainer Yogi Löw nahm diese Entwicklung wohlwollend zur Kenntnis, Weidenfeller avancierte endlich zum Nationaltorwart und fuhr 2014 mit zur WM nach Brasilien, wo Deutschland – und damit auch er – Fußball-Weltmeister wurde. Damit war er nach Heinrich Kwiatkowski 1954 der zweite Schwarz-Gelbe, dem diese höchsten Weihen des Weltfußballs zuteil wurden. Sein erstes Länderspiel – fünf waren es insgesamt – absolvierte er übrigens am 19. 11. 2013 in der siegreichen Partie (1: 0) gegen England.

2018 – also nach stolzer 16-jähriger Vertragszeit – hat Roman Weidenfeller seine Karriere im Trikot des BVB beendet, nachdem ihn Roman Bürki mittlerweile als Stammtorhüter abgelöst hatte. Schon kurz danach bewies er als Fernseh-Kommentator von RTL in den Übertragungen der UEFA-Legue auch rhetorische und fachliche Kompetenz. Am 1. 1. 2020 war der Vielseitige sogar als Gaststar in einer Traumschiff-Folge des ZDF zu bewundern.

Heute, am 6. August 2020, hat er Geburtstag und vollendet sein 40. Lebensjahr. Das ist schon mehr als nur einen Blick auf den Menschen Roman Weidenfeller und seine herausragende Karriere wert.

Wir gratulieren dem langjährigen BVB-Idol deshalb sehr herzlich und wünschen ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute!