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Fans im Fokus

Fans im Fokus

Was ein Wochenende: 700 Fans aus ganz Deutschland leben in Berlin ein Wochenende der Fan-Hochkultur, während gleichzeitig ein Anhänger des S04 bei einer wohl ausgemachten Keilerei mitten in der Kölner Innenstadt fast ums Leben kommt. Am Sonntagabend wird dann auch die Meldung öffentlich, der FC Schalke erteile 400 BVB-Fans ein Stadionverbot für die dortige Arena. Puh, durchatmen.

Der zweite bundesweite Fankongress war ein voller Erfolg, allenthalben wurden die spannenden Diskussionen und die tolle Organisation gelobt. Letztlich stellten jedoch die beiden letztgenannten Vorfälle den Kongress medial recht schnell in den Schatten. Schade, denn es hätte doch wesentlich mehr aus Berlin zu berichten gegeben, als dass DFL-Geschäftsführer Rettig die Schlägerei von Köln – wie jeder normale Mensch – verurteilt.
Denn darüber hinaus bot dieses Zusammentreffen von Fußballfans aus 80 Vereinen vor allem konstruktive Debatten über die Gegenwart und Zukunft von Fankultur in Deutschland. Debatten, geführt von teils jungen Fans, die (selbst-) kritisch reflektierten und ein Bild boten, das im direkten Kontrast zum vermeintlichen Sicherheitsrisiko „Fan“ steht.

Ein in Berlin intensiv diskutiertes Thema wurde schon kurz nach Ende für viele BVB-Fans aktueller denn je: Stadionverbot und das Verhältnis „Fans und Polizei“. Denn die durch die Polizei im Vorfeld des vergangenen Derbys am Bahnhof Essen-West erhobenen Daten von 397 BVB-Fans landeten in der Zwischenzeit beim FC Schalke und der sprach pauschal für die gesamte Gruppe die Höchststrafe von fünf Jahren lokalem Stadionverbot aus. Anders als in Köln darf hier bezweifelt werden, dass jeder Bestrafte wirkliche eine Straftat begangen hat.

Von Leon Reckmann

Über die BVB | Fan- und Förderabteilung veröffentlichen BVB-Fans einmal in der Woche eine Fan-Kolumne in den Ruhr Nachrichten. Die dort veröffentlichten Meinungen / Kommentare spiegeln weder zwingend, noch bindend die Meinung der BVB | Fan- und Förderabteilung wieder.

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