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Wochenendrebellen zu Gast in Dortmund

Wochenendrebellen zu Gast in Dortmund

Der erste Sommerabend des Jahres sorgte für einen gut gefüllten Biergarten im Schatten des schönsten Stadions der Welt. Kein Tisch blieb im Strobels frei, als Jason und sein Vater Mirco von Juterczenka die Bühne betraten, um aus ihrem Buch „Wir Wochenendrebellen“ zu lesen. Die Geschichte, wie die beiden Jasons Lieblingsfußballverein finden wollen, ist eine außergewöhnliche, denn der zwölfjährige Asperger-Autist muss erst alle Vereine gesehen haben, bevor er sich für einen entscheiden kann.

Für Jason, der das Syndrom nicht als Behinderung, sondern meist als vorteilhafte Eigenschaft empfindet, muss hinter allem, was er tut ein Plan stehen. An diesen müssen sich Vater und Sohn sich bei ihren Groundhoppingtouren durch Deutschland und das benachbarte Ausland halten. Eine spontane Änderung des Plans ist nicht möglich. Insbesondere Vater Mirco wird also bei vielen Ausflügen vor große Herausforderungen gestellt. Menschenmengen und Berührungen von Fremden sind für Jason in seinem Alltag ein großes Problem, im Fußballstadion muss er sich mit diesen Situationen auseinandersetzen. Er liebt es, anderen Menschen Dinge zu erklären, deshalb startet er die Lesung mit einer und erklärt den Zuhörern, wie er mit dem Asperger-Syndrom im Alltag zurechtkommt.

Im weiteren Verlauf des Abends können die Zuhörer zwei Kapitel aus dem Buch lauschen. Vater Mirco berichtet darin unter anderem von dem aus seiner Sicht emotionalsten Moment während der Groundhopping-Ausflüge mit seinem Sohn. Beim Gastspiel von Fortuna Düsseldorf – „Papsis“ Lieblingsverein – in Sinsheim keimte bei Mirco die Hoffnung auf, dass sich Jason tatsächlich für die von ihm favorisierte Elf entscheiden könnte. Doch musste er wenig später enttäuscht feststellen, dass die Tränen seines Sohnes nicht der Niederlage der Fortuna galten, sondern durch die Rauchschwaden aus dem benachbarten Gästeblock verursacht wurden.

In der abschließenden Fragerunde erklärt Jason, dass es ihm auf der Südtribüne wegen der Enge nicht besonders gut gefallen hat und warum sie auf Ihrer Tour für die Neven Subotic Stiftung sammeln. Vater und Sohn wollen die Welt ein Stück weit verbessern, dazu sammeln sie statt Eintrittsgeld zu ihren Lesungen Spenden für die Stiftung und wollen so einen Brunnen in einer von Wassermangel betroffenen Region finanzieren. Durch den Abend in Dortmund stieg der Spendenstand um 410,50 Euro an.

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