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Wembley Calling Mexiko answers!!

Wembley Calling – Mexico answers!!


Ich hatte die Busreise nach LonDOn schon lange vor der Ticketverlosung gebucht. Mir war klar: Da will ich dabei sein! In acht Jahren von der Totenbahre nach Wembley – auf nach LonDOn! Was hält mich in Dortmund? 

Samstagmorgen um drei Uhr fuhren meine Tochter, meine beste Freundin und ich am Dortmunder Hauptbahnhof ab, Samstagmittag am Trafalgar Square aufgeschlagen und erstmal feuchte Augen bekommen!! Ein Meer von Menschen in schwarz-gelb, Gesänge, Fahnen! Was ist denn hier los? Ein klein wenig Sightseeing schloss sich an, irgendwie musste die Zeit bis zum Anpfiff ja auch überbrückt werden, diese maßlose Nervosität, dieser ständige Blick auf die Uhr … Dagegen kann man anwandern!!

WunderwaldVor dem LonDOntrip habe ich im Internet den Borussia Dortmund U.K. Fanclub und da Benjamin McFadyean kennengelernt, der ein Fanfest in Ealing organisieren wollte, daraus wurde eine kleinere Party, wir waren angemeldet! (Man hat ja mittlerweile von den Problemen gehört, die ihnen die UEFA beschert hat, siehe Interview bei 11 Freunde!) Am späten Nachmittag haben wir uns auf den Weg nach LonDOn Ealing gemacht, aus dem Fanfest war mittlerweile ein „German Beer Tasting Event“ geworden, denn Beer Tasting stand wohl nicht auf der Verbotsliste der UEFA. Im Flava Club and Bar fanden wir eine typische Fußballatmosphäre vor, schwarz-gelbe Deko, schwarz-gelbe Musik, haufenweise Borussen, perfekt!

Auf dem Boden lag vor einem großen Screen ein Banner! Ein sehr aufgeregter junger Mann stand daneben, schwitzend, zittrig, er schlug sich immer wieder die Hände vor das Gesicht und irgendwie kamen wir ins Gespräch. Er kam aus Mexiko, dort hat er den ersten und einzigen Borussia-Fanclub gegründet, dessen Banner vor uns lag, er ist das einzige Mitglied! In seiner Heimat schaut er unsere Spiele allein, sieht die Stimmung immer nur aus der Ferne, singt die Lieder mit, hatte aber den riesengroßen Wunsch, einmal mit anderen Borussen ein Spiel schauen zu können, gemeinsam zu fiebern, gemeinsam zu singen und gemeinsam einen Sieg zu feiern! So hat er sich denn auf den Weg gemacht, nach LonDOn. Das Finale wollte er nicht wieder allein erleben müssen! Da, wo auf unseren Trikots das Emblem prangt, hat er übrigens das Emblem auf die Brust tätowiert, das er uns stolz gezeigt hat. 

Bombenstimmung, wir Borussen haben gesungen und mit dem Anpfiff fing unser Freund an zu weinen: „Das habe ich mir so gewünscht, das habe ich mir so gewünscht, das habe ich …!“ Es war rührend! Niemand hat das Spiel so mitgelitten wie der Mexikaner! Niemand hat nach Spielende so bitterlich geweint, außer vielleicht der Australier, der seinen Europatrip so getimt hat, dass er in LonDOn mit anderen Borussen das Spiel gucken konnte. Die beiden waren untröstlich und lagen sich in den Armen!

Die Eindrücke aus unserem LonDOntrip sind so zahlreich und so vielfältig, dass ich sie unmöglich alle beschreiben kann! Aber dieser junge Mann, mit seiner grenzenlosen Liebe zu unserer aller Borussia, der hat mich so berührt, dass ich ihn unbedingt hier erwähnen wollte. 

Fußball vermag zu spalten wie sonst nur wenige Dinge. Fußball kann Menschen aber auch völlig problemlos verbinden, unabhängig von Grenzen, Sprachen, Religionen und Hautfarben. Und der Werbeslogan ECHTE LIEBE/REAL LOVE hat seit Samstagabend für mich zwei neue Gesichter, ein mexikanisches und ein australisches! In diesem Sinne: Was belasten uns Spielerwechsel? Wir sind Borussia und das rund um den Globus!

 

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