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Rückblick: Sonderzug zum Pokalfinale 2015

Am 30. Mai war es wieder einmal so weit. Ein Sonderzug der BVB-Fanabteilung machte sich mit rund 900 Borussen an Bord auf den Weg zum Pokalfinale nach Berlin. Es war in der Saison 2014/2015 schon der zweite Sonderzug in Richtung Berlin. Dieses Jahr sollte es mit dem Pokalsieg doch endlich abermals klappen.

20150530_pokalfinale_bvb-vfl_berlin2_jhs_014Schon Stunden vor der Abfahrtszeit fanden sich Fans am Dortmunder Hauptbahnhof ein, die dem Start des Sonderzuges entgegenfieberten. Der Bahnhof war in Schwarzgelb getaucht. Den Fans war die Anspannung und Vorfreude sichtlich anzumerken. Der Großteil versorgte sich noch mit Essens- und Getränkeproviant, bevor es Richtung Zug ging. Die üblichen Taschen- und Glasflaschenkontrollen verliefen wie jedes Jahr recht zügig, sodass der Zug pünktlich um 7.22 Uhr nach Berlin starten konnte.

Alle Plätze im Zug waren restlos vergriffen. Bevor es Richtung Sambawagen ging, wurden zunächst einmal Kontakte mit den Mitfahrern der anderen Abteile geknüpft und das erste Bier wurde auf einen hoffentlich erfolgreichen Tag geöffnet. Der Sambawagen füllte sich nach den letzten Zustiegen in Hamm recht zügig und die Feierlaune stieg schon in den frühen Morgenstunden ins Unermessliche. Allen war der Wunsch anzumerken, dass es dieses Jahr endlich wieder für den Pokalsieg reichen sollte.

20150530_pokalfinale_bvb-vfl_berlin2_jhs_019Plötzlich wurde es im Sambawagen und in den Abteilen ruhiger. Als der Blick aus dem Fenster ging, wurde klar, warum es plötzlich so ruhig wurde. Der Zug fuhr durch den Mindener Hauptbahnhof. Doch dieses Jahr musste man nicht stundenlang den Sonnenaufgang über der tristen Gegend beobachten. Der Zug fuhr ohne Halt binnen Sekunden durch den Bahnhof und die Feierlaune war wieder bei jedem vorhanden.

Dank der pünktlichen Abfahrt in Dortmund kam der Sonderzug ebenfalls pünktlich am Zoologischen Garten in Berlin an. Die Fahrt war erfreulicherweise problemlos und friedlich verlaufen, sodass die Feierlaune nun mit auf den Breitscheidplatz getragen wurde. Auch dieses Jahr fand dort wieder ein Fanfest vom BVB statt. Die Zeit bis zum Anpfiff konnte weiterhin feuchtfröhlich verbracht worden. Jeder war dort anzutreffen und die ein oder anderen bekannten Gesichter, die man vom Stadion kennt, konnte man dort noch einmal sehen, bevor man sich in die Sommerpause verabschiedete.

20150530_pokalfinale_bvb-vfl_berlin2_jhs_086Gegen 18 Uhr machte sich dann der Großteil der Fans in Richtung Olympiastadion oder anderen Lokalitäten, in denen das Spiel gezeigt wurde, auf. In der Woche zuvor war gegen Bremen in entspannter Weise die Europa League schon gesichert worden. Nun hatte jeder noch das Ziel vor Augen, den Pokal nach Dortmund zu holen. Dieses Jahr belegten die Dortmund Fans wieder das Marathontor. Ein gutes Omen, wenn man zumindest an die grandiosen Pokalsiege 1989 oder 2012 denkt oder an das emotionale Finale 2008, in dem Mladen Petrić den Ausgleich in der Nachspielzeit erzielt hatte. Die Stimmung war schon vor dem Anpfiff grandios. Einem historischen Pokalsieg konnte eigentlich nichts im Weg stehen.

20150530_pokalfinale_bvb-vfl_spiel_jb_068Knifflige Szenen, effektive Wolfsburger, viele vergebene Torchancen. Traurige Dortmunder im weiten Rund des Stadions nach Abpfiff. Wie sehr hatte man sich nach dieser durchwachsenen Saison den Pokal gewünscht. Es hat nicht sollen sein. Der VfL Wolfsburg war effektiver und besser und somit verlor man dieses Jahr erneut im Pokalfinale. Jürgen Klopp und die Mannschaft konnte sich für das historische Elfmeterschießen in München nicht belohnen. Traurige und enttäuschte Dortmunder applaudierten noch Minuten nach Abpfiff ihrer Mannschaft und „Unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz!“ war lauter als die Jubelfeier des VfL Wolfsburg – so schien es zumindest.

20150530_pokalfinale_bvb-vfl_spiel_jb_170Wäre die Niederlage nicht gewesen, so wäre es wieder ein perfekter Tag in Berlin gewesen. Jedoch trübte das verlorene Spiel ein wenig die Stimmung. Viele sehnten sich nur noch der Rückreise entgegen. Pünktlich um 1.30 Uhr fuhr der Zug zurück in Richtung Dortmund. Die Niederlage war so langsam verkraftet und etliche Fans ließen sich nicht entmutigen und feierten im Sonderzug dennoch die Saison bis in die Morgenstunden. Von Platz 18 in der Hinrunde wurden noch Platz 7 und eine weitere internationale Qualifikation in dieser Saison erreicht. Alle Fans können stolz darauf sein, wie diese Saison letztendlich verlief.

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