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Pokalreminiszenzen

Bereits zum sechsten Mal steht der BVB in einem nationalen Pokalendspiel. Die meisten von uns werden sich an die Spiele nach der Jahrhundertwende noch erinnern können, einige vielleicht sogar 1989 im Stadion gewesen sein. Doch die Geschichte beginnt noch früher…

Die Pokalgeschichte des BVB beginnt im olympischen Jahr 1936. “Tschammer-Pokal” nennt man damals die Trophäe nach dem unsäglichen Reichssportführer Hans von Tschammmer und Osten, der nach englischem Vorbild einen zweiten fußballerischen Höhepunkt neben der Deutschen Meisterschaft schaffen will. Erster Gegner der Schwarz-Gelben ist der SV Heeren, der auswärts mit 4:2 in seine Schranken verwiesen wird. Ein Jahr später dringt der BVB bis ins Viertelfinale vor. Auf dem Weg dorthin setzt man sich gegen Paderborn, Herten, den HSV und Duisburg 08 durch. Gegen den SV Waldhof unterliegen die Lenz und Co. in der Runde der letzten Acht unglücklich mit 3:4. Bei Waldhof Mannheim spielt u. a. ein gewisser Helmut Schneider, der 1956 und 1957 der legendäre Trainer des ersten BVB-Doppelschlages bei den ersten beiden deutschen Meisterschaften wird.

Hier ein Blick auf die bisherigen Endspiele mit BVB-Beteiligung, ausgenommen das Endspiel 1965, das wir bereits präsentiert haben:

 

dfbpokal19631963: Uns Uwe erschießt BVB

Pokalfinale BVB – HSV 0:3

1963 war ein Jahr, an das die BVB-Fans mit Freude und Genugtuung zurückdenken. Beispiele gefällig?

Zunächst wurden die Borussen zum dritten Mal Deutscher Fußballmeister. Der haushohe Favorit 1. FC Köln mit Weltmeister Hans Schäfer und dem aufstrebenden Weltklasseverteidiger Karl-Heinz Schnellinger wurde im Endspiel mit 3:1 bezwungen. Bernhard Wessel avancierte zum Torwartstar in Schwarz-Gelb. Danach kam die Premiere der Fußballbundesliga. Das allererste Bundesligator erzielte – standesgemäß – ein Borusse: Timo Konietzka, das “halblinke Schlitzohr “ des BVB, war im Match gegen Werder Bremen schon wenige Sekunden nach dem Anpfiff erfolgreich.

Der krönende Höhepunkt folgte am 4. Dezember mit dem alles überstrahlenden 5:0-Sieg im Europapokal der Landesmeister über die Supertruppe von Benfica Lissabon. Nach wie vor der größte BVB-Sieg aller Zeiten.

Dazwischen lag ein Ereignis, das auch ein großer Erfolg des BVB hätte werden können: Das Endspiel um den DFB-Pokal am 14. August 1963 im Niedersachsenstadion zu Hannover. Bei einem Sieg hätte der BVB das begehrte “Double” geschafft und die beiden wichtigsten nationalen Titel des deutschen Fußballs nach Dortmund geholt.

Borussia hatte sich zuvor in drei Heimspielen gegen die Sportfreunde Saarbrücken (4:2), München 1860 (3:1) und Werder Bremen (2:0) für das Finale qualifiziert. In Spiel- und Torlaune: Timo Konietzka, der in diesen Matches allein vier Treffer markierte.

Als Gegner präsentierte sich der Hamburger Sportverein, das Team der großen Fußballbrüder Uwe und Dieter Seeler.

Borussia galt als Favorit. Zum einen war man gerade Deutscher Meister geworden, zum anderen litt der HSV seit Jahren unter einem BVB-Komplex. Doch erstens kommt es anders….

Timo Konietzka konnte wegen einer Verletzung nicht antreten, sein kongenialer Partner Jürgen Schütz hatte Tage zuvor den Weg über die Alpen zu AS Rom angetreten. Der neue BVB-Innensturm mit Schmidt, Brungs und Rylewicz hatte sich noch nicht “gefunden”.

Ein weiteres, vielleicht sogar das entscheidende Handicap: Mittelläufer Wolfgang Paul, häufig Turm in der Schlacht, fehlte ebenfalls verletzt . Damit war der Weg frei für “Uns Uwe” Seeler, der unter den Augen von 70.000 Besuchern den BVB praktisch ganz allein “erschoss” und beim 3:0-Sieg seiner Farben sämtliche Treffer höchstpersönlich erzielte.

Zwar meint Bundestrainer Sepp Herberger:”Die Borussen haben mir trotz der Niederlage besser gefallen”. Dortmunds Coach Hermann Eppenhoff trifft aber wohl eher den Kern als er analysiert: “Wir waren uns unserer Sache wohl zu sicher”.

Der DFB-Pokalvize BVB spielte in Hannover unter der Leitung von Schiedsrichter Kreitlein mit:

Wessel; Burgsmüller, Geisler; Kurrat, Sturm, Bracht; Wosab, Schmidt, Brungs, Rylewicz, Cyliax. Trainer: Hermann Eppenhoff.

 

1989: Zweiter Pokalsieg/Werder Bremen 4:1 bezwungen

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

dfbpokal1989Zu den kultigen Augenblicken der BVB-Heimspiele im Signal Iduna Park gehört die Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellungen durch Stadionsprecher Norbert Dickel. Die größte Fußballtribüne Europas, die Südtribüne, unterbricht den früheren Stürmerstar Dickel stets zu einem bestimmten Zeitpunkt mit einem Lied, das seinen Höhepunkt in der Zeile:”Wir lieben ihn, den Held von Berlin”, findet. Der legendäre Flipper-Song der 70er/80er Jahre stand hier Pate.

Die Fans haben nicht – und werden wohl auch nie – vergessen, dass es Norbert Dickel war, der am 24. Juni 1989 zwei spielentscheidende Treffer zum 4:1-Sieg im DFB-Pokalendspiel gegen Werder Bremen beisteuerte.

Und nicht nur das: Der Einsatz von Dickel hing vor dem Match am sprichwörtlichen seidenen Faden. Nur sieben Wochen zuvor musste sich der Goalgetter einer Meniskusoperation unterziehen. Der Rekonvaleszent tauchte schon schnell wieder beim (Einzel-) Training auf, arbeitete hart an sich und seiner Form. Trotzdem: Sein Einsatz war unter sportlichen und ärztlichen Gesichtspunkten ein außerordentliches Risiko. Trainer Horst Köppel überließ die Einschätzung seiner Situation dem Stürmer selbst. Dickel ging seine Nominierung couragiert an und meldete sich unmittelbar vor dem Finale spielbereit. Nicht alle modernen Märchen enden mit einem Happyend. Die Geschichte des Norbert Dickel allerdings endete mit einem anhaltenden Kultstatus- siehe oben!

Auf dem Weg ins Endspiel von Berlin hatte der BVB Eintracht Braunschweig, Homburg, Schalke, Karlsruhe und Stuttgart ausgeschaltet.

Unter den 76.500 Besuchern im Berliner Olympiastadion befinden mehr als 40.000 Dortmunder. Sie haben schon am Tag zuvor Berlin erobert und durch ihr sportlich faires Verhalten viele Sympathien “eingeheimst“. Sie alle wollen das Olympiastadion zur “Südtribüne a la`Dortmund” umfunktionieren, so stimmungsvoll gehen sie zur Sache.

Die kalte Dusche folgt auf dem Fuße: Kalle Riedle erzielt per Rechtsschuss das 1:0 für den Favoriten aus Bremen (14.). Borussias Antwort: Das 1:1 durch Norbert Dickel nach Pass von Frank Mill (21.). Teufelskerl Mill entpuppt sich nach der Halbzeitpause als Kopfball-Ungeheuer und besorgt das 2:1 (58.). Der nächste Treffer wird wieder eine “fette Beute” für Norbert Dickel (73.). Und den Schlussakkord gönnt sich Michael Lusch nur 100 Sekunden später – 4:1, der Endstand. Die Borussen und ihr Trainer Horst Köppel liegen sich nach dem Schlusspfiff freudetrunken in den Armen. Werders Coach Otto Rehhagel, von 1976 bis 1978 auch Trainer von Borussia, ist mehr als konsterniert.

In Dortmund feiert man übrigens mit einer öffentlichen Spielübertragung in der Aula des Max-Planck-Gymnasiums die Geburtsstunde des Public Viewings. Und der Friedensplatz, erst genau eine Woche zuvor gemeinsam mit dem neuen Rathaus feierlich eröffnet, erlebt mit dem jubelnden Empfang des Deutschen Pokalsiegers 1989 am folgenden Sonntag seine Premiere als “Stadion Friedensplatz”. Gigantisch.

BVB: de Beer, Kroth, Helmer, Kutowski, Breitzke (73. Lusch), Zorc, Möller, Rummenigge, McLeod, Dickel. Trainer: Horst Köppel.

 

2008:

Leider nur Pokal-Vize

dfbpokal20082008 stand die Fußball-Europameisterschaft in Österreich und in der Schweiz auf dem Programm der UEFA. Deshalb fand das Endspiel um den DFB-Pokal bereits am 19. April im Berliner Olympia-Stadion statt. Die Endspielpaarung lautet Bayern München – Borussia Dortmund. In Berlin scheint es, dass ganz Dortmund vor Ort erschienen ist. Auf der Pokal-Fan-Meile ist schwarz-gelbTrumpf. Zwischen der Siegessäule und dem Brandeburgertor ist die Straße des 17. Juni fest in Dortmunder Hand. Mehrere Video-Walls sind aufgebaut worden, um das große Ereignis für jene zu übertragen, die nicht in den genuss von Eintrittskarten gekommen sind. Trotzdem haben sie sich auf den Weg nach Berlin gemacht, um die einmalige Stimmung vor Ort zu genießen. Viele BVB-Anhänger haben sich vom Dortmunder Hauptbahnhof bereits kurz vor 6 Uhr auf den Weg in die deutsche Hauptstadt begeben. Die Stimmung in den Zügen ist gut, die Vorfreude groß und die Zuversicht gewaltig.

Favorit allerdings ist der FC Bayern. Klarer Favorit sogar!

Und nach wenigen Minuten haben sie bereits allen Grund zum Jubel. Luca Toni hat eine Vorlage von Ribery aus kurzer Distanz versenkt. Ziegler im Tor des BVB ist machtlos. Doch man wirkt relativ unbeeindruckt, baut ruhig und gekonnt das eigene Spiel auf. Kurz vor der Halbzeit haben Kringe und Tinga die Möglichkeit zum Ausgleich. Einen guten Tag erwischt Kringe, der auch in den zweiten 45 Minuten Bayerns Torwart Kahn mehrfach mit gefährlichen Schüssen prüft. Gerade hat die Nachspielzeit begonnen, da macht es der BVB noh einmal spannend: Petric nimmt einen abgeblockten Wörns-Kopfball auf und hämmert fröhlich ins Netz,. Das heißt: Verlängerung.

Der BVB nimmt das Herz in beide Hände und greift beherzt an. Wieder scheitert Kringe an Kahn. Glücklicher sind die Bayern in der 108. Minute. Über Ribery und Podolski kommt das Leder zu Luca Toni, der ausnahmsweise einmal nicht unter seiner obligatorischen Fallsucht leidet, sondern das 2:1 erzielt. Als dann wenig später “Kuba” des Platzes verwiesen wird, ist die Partie entschieden. Der BVB hat das hoch gesteckte Ziel nicht ereicht, sich aber hervorragend verkauft. Schade!

BVB:

Ziegler, Rukavina (79. Buckley), Wörns, R. Kovac, Dede, Kehl (86. Valdez), Kuba, Tings, Kringe, Petric, Frei (81. Klimaschwski). Trainer: Thoms Doll.

 

2012:

Das begehrte Double verzückt Dortmund

dfbpokal2012Nachdem der BVB die Deutsche Meisterschaft 2011 in großartigem Stil gewonnen hatte, folgte 2012 zum ersten Mal das begehrte Double, das bereits 1963 in greifbarer Nähe schien, dann aber im Endspiel gegen den HSV förmlich zerstob.

Der magische Tag war der 12. Mai 2012, der Ort des Geschehens wieimmer seit der Wiedervereinigung das Berliner Olympiastadion. Und immer dann, wenn der BVB beteiligt ist, ist am Endspieltag Berlin ein schwarz-gelbes Farbenmeer. Zig Tausende sind aus ihrer westfälischen Heimat in die Bundeshauptstadt gereist. Dagegen sind die Münchener Bayern relativ unauffällig präsent, eigentlich unüblich dezent.

Das große Match beginnt vor ausverkauftem Haus mit einem Paukenschlag: Schon nach drei Minuten führt der BVB mit 1:0. Einen misslungenen Bayer-Rückpass von Luiz Gutavo erläuft der flinke “Kuba”, seinen Pass kann Kagawa entspannt versenken. Neuer ist machtlos im klassischen Sinne. Aber die Bayern blasen bereits kurz danach zur Jagd auf den Vorsprung des Gegners. Und in der Tat fällt in der 25. Minute per Elfer der Ausgleich. Doch der BVB bleibt cool.

Auch von der Verletzung Weidenfellers nach gut einer halben Stunde lässt man sich nicht aus der Fassung bringen, zumal Langerak ja als Bayern-Schreck gilt. Kurz vor der Halbzeit zieht der BVB das Tempo an. Hummels und Lewandowski bringen per Doppelschlag ihren Club mit 3:1 in Front. Das sitzt!

Als dann “Lewi” nach knapp einer Stunde Spielzeit auch noch das 4:1 erzielt, staunen die Münchner die legendären Bauklötze. Das 4:2 von Ribery beantwortet erneut der in Weltklasseform auftrumpfende Robert Lewandowski mit dem 5:2-Endstand.

Am nächsten Tag beweisen die BVB-Fans anlässlich ihrer Double-Feier, was eine westfälische Harke ist. Mannschaft und Anhänger heben förmlich ab und entschweben vom Borsigplatz in den heißgeliebten Fußball-Himmel.

Eine hübsche Geschichte erzählte mir ein BVB-Fan, der das Endspeil nicht im Olympia-Stadion erleben konnte, weil er bereits vor Monaten eine Flußkreuzfahrt auf Havel, Elbe und Moldau gebucht hatte.

Natürlich hatte er sich im Gespräch mit dem Kapitän abgesichert, dass das Spiel übertragen werden könnte. Doch dieses “natürlich” wäre fast dem Wasserstand der Moldau zum Opfer gefallen, die schlicht und ergreifend an diesem Tag zu wenig von dem ach so wichtigen Nass mit sich führte. Das Schiff brauchte für eine sichere Satelitten-Übertragung noch einen Kilometer in Richtung Dresden, musste aber stoppen, um nicht auf Grund zu laufen. Große Nervosität bei allen Fußballfans. Dann, knapp 20 Minuten vor dem Anpfiff, der erlösende Augenblick: Es konnte weitergehen und wenig später hatte man den sicheren Übetrtragungsstandort erreicht. Das Spiel konnte beginnen

Hier die Namen der Pokalhelden von 2012:

Weidenfeller (34. Langerak), Piszcek, Subotic, Hummels, Schmelzer, Gündogan, Kehl, Blaszczykowski (84. Persisic), Kagawa (81. S. Bender), Grosskreuz, Lewandowski. Trainer: Jürgen Klopp.

 

2014:

Florian Meyer oder: Schiedsrichter mit getrübtem Blick

dfbpokal20142An den 17. Mai 2014 denkt man in Dortmund mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Das gilt insbesondere dann, wenn man erklärter Fan des BVB ist und an den Namen Florian Meyer denkt. Schiedsrichter Meyer gelang es nämlich, ein glasklares Tor von Mats Hummels nicht als solches zu werten und ihm damit die Anerkennung zu verweigern.

Ein Häuptling Adlerauge also mit deutlich getrübtem Blick. Welch Entzücken hätte hier eine Torkamera ausgelöst!

Doch der Reihe nach: Der BVB hatte sich zum sechsten Mal in seiner Geschichte für das Endspiel um den DFB-Pokal qualifiziert, und einmal mehr war der FC Bayern München der Finalgegner.

Wie immer bei einem Endspiel mit BVB-Beteiligung zeigte Berlin sein schwarz-gelbes Herz. Und die Borussen-Fans taten entspannt und gut gelaunt alles dafür, sich die Hauptstadt unter den sprichwörtlichen Nagel zu reißen. Im Schatten der Gedächtnis-Kirche hatten die Borussen ihr unübersehbares Lager aufgeschlagen. Norbert Dickel schaute vorbei und stand Rede und Antwort in zahllosen Gesprächen, BVB-Songs wurden gespielt, gesungen und geschmettert und ein BVB-Bus machte Stadtrundfahrten für die schwarz-gelb gewandeten “Schlachtenbummler”, wie man sie früher einmal nannte.

Auch auf dem Wannsee fühlten sich die Gäste aus Dortmund pudelwohl. Ein spezieller “BVB-Dampfer” lud ein zu Berlin-Exkursionen per Schiff.

Gegen Abend ging es in Richtung Olympia-Stadion. Zahlreiche Prominente wie der Journalist Hans Leyendecker von der Süddeutschen Zeitung , Holywoodstar und Oscar-Preisträger Tom Hanks, Tatort-Komissar Wotan Wilke Möhring und Schauspielkollege Peter Kremer gaben sich ebenso wie Fußballexperte Hansi Küpper ein BVB-Stelldichein.

Das große Spiel vor 76.000 Besuchern im natürlich ausverkauften Schauplatz der Olympischen Spiele 1936 setzte interessante taktische Akzente, die sich die beiden Trainer Jürgen Klopp und Pep Guardiola ausgeklügelt hatten. Insbesondere war es dem Bayern-Coach daran gelegen, mit einer massierten Abwehrformation das BVB-Umschaltspiel schon in der Entwicklung zu stören oder gar zu unterbinden.

Auch weil diese Maßnahmen greifen, wirkt der BVB spielerisch nicht gewohnt frisch, fromm, fröhlich und frei, sondern etwas gehemmt. Außerdem haben Akteure wie Großkreuz, Mkhitaryan und Lewandowski, der sein Abschiedsspiel für den BVB bestreitet, nicht ihren besten Tag.

Die erste Halbzeit verläuft folgerichtig torlos. Dann findet der BVB besser ins Spiel. Oliver Kirch ist eingewechselt worden und bringt neuen Schwung ins Spiel. In der 64. Minute folgt das Fiasko der Begegnung. Nach einem von Sahin verlängert “Lewi” auf Mats Hummels, dessen Kopf ball eindeutig hinter der Linie landet und erst dort von Dante ins Feld zurück bugsiert wird. Alle im Stadion sind sich einig: Tor. Nur Schiri Florian Meyer hat es anders gesehen. Es bleibt beim 0:0. Borussia ist konsterniert, die Fans auf der Tribüne sind verzweifelt.

Torlos – jedenfalls in der offiziellen Lesart – geht die Partie zu Ende. Verlängerung. Der BVB hat Chancen, die er aber nicht nutzen kann. Anders der FC Bayern, der in der 107. Minute und unmittelbar vor dem Schlusspfiff durch Robben und Müller den 2:0-Endsatnd herstellt.

Tristesse beim BVB, überschäumende Freude beim Sieger aus München.

Jürgen Klopp in einem Kommentar zum nicht gegebenen Tor seiner Borussen: “Wenn Dante es schafft, den Ball vor der Linie zu klären, obwohl er mit dem Standbein auf der Linie und mit dem anderen dahinter steht, kann er mit dieser Nummer im Cirque du Soleil auftreten”

Dem ist nichts hinzuzufügen.

BVB: Weidenfeller, Piszcek, Sokratis, Hummels, Schmelzer, Jojic, Sahin, Mkhtitaryan, Grosskreuz, Lewandowski. Eingewechselt: 60. Kirch, 83. Aubameyang, 110. Hofmann.

 

Die große Frage lautet: Und wie wird`s am Samstag?

 

 

 

 

 

 

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