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Jürgen Klopp übers Meister werden

In Sachen Zeitmanagement macht Jürgen Klopp offenbar niemand etwas vor: Zwischen Trainingslager in Kitzbühel und Testspiel beim SV Meppen machte unser Trainer am Dienstagabend noch Station an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Die Fanabteilung begleitete den Meistercoach dabei.

klopp1Auf Einladung des Instituts für Kognitions- und Spielsportforschung war Klopp in die Sporthochschule gekommen, um Einblicke in das Coaching eines Bundesligatrainers geben. Spontan machte Klopp aus dem Ein-Mann-Vortrag dann aber eine offene Frage- und Antwortrunde. Rund 500 Studenten fanden im größten Hörsaal der Hochschule Platz und nachdem es beim Kartenerwerb Szenen wie vor einigen Monaten im VVK gegen die Blauen gab, wurden zwei zusätzliche Hörsäle geöffnet, in denen Interessierte dem Vortrag per Videostream lauschen konnten.

Es sollte sich für alle Beteiligten lohnen; fast zwei Stunden beantwortete Jürgen Klopp geduldig Fragen zu seiner Trainingsphilosophie, Scouting, Motivation und Hierarchien im Team.

Da die Veranstaltung unter dem Titel „Wie wird man zweimal nacheinander Deutscher Meister?“ stand, durfte natürlich auch ein Rückblick auf das Jahr 2011 nicht fehlen. „Am erstauntesten über die erste Meisterschaft war ich selbst, aber das konnte ich der Mannschaft so natürlich nicht sagen“, verrät Klopp.

In Titeln dachte und denkt man beim BVB aber nach wie vor nicht. Ziel sei es vielmehr, die Mannschaft in allen Bereichen auf ein höheres Niveau zu bringen, als es bisher jemand geschafft hat. „Gierig bleiben“, heißt in diesem Zusammenhang das Stichwort. Genauso wie „maximale Identifikation“ mit dem Verein. Anders konnte sich Klopp selbst nicht erklären, dass er bei sommerlichen Temperaturen im schwarzgelben Kapuzenpulli im Hörsaal saß.

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Auch in anderen Bereichen gab Jürgen Klopp interessante Einblicke in seine Arbeit. So darf es zur Motivation seiner Spieler zu historischen Anlässen auch mal etwas Besonderes sein: Beispielsweise habe das Trainerteam der Mannschaft vor dem Pokalfinale einen 15 minütigen Film mit geschichtsträchtigen Szenen gezeigt „also die Mondlandung, John F. Kennedy und so Zeug.“ Allerdings gesteht Klopp, „hatte ich das Gefühl, dass ¾ meiner Spieler das gar nicht kannten weil sie noch so jung sind.“ Geholfen hat es scheinbar trotzdem.


Wie es in der kommenden Saison weitergehen soll? Hinsichtlich Zielvorgaben hält sich der Übungsleiter wie gewohnt zurück: „Wir sind gerade noch dabei, uns zu entwickeln. Wenn wir eine richtig gute Saison spielen, können wir auch Zweiter werden.“ – Ein Luxus, um den man uns in Süddeutschland beneiden dürfte.

Katharina Busse, Mediateam BVB | Fan- und Förderabteilung

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