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Alle nach Hamburg! Du wirst gebraucht!

Wie Ihr hoffentlich alle wisst, hat die Kampagne „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ zu einer Protestveranstaltung in Hamburg parallel zum Gastspiel unserer Borussia in Hamburg aufgerufen. Parallel bedeutet in diesem Fall, dass der Protest außerhalb des Stadions stattfindet, während innerhalb beide Mannschaften um Bundesligapunkte kämpfen. Hier findet ihr letzte Informationen. Für die Fanabteilung-Busse nach Hamburg könnt ihr euch ab sofort anmelden.

Auch wenn der Gästeblock nicht leer bleiben wird,  ist das Spiel nicht ausverkauft. Viele Fans haben sich dem Protest angeschlossen und werden das Spiel vor dem Stadion im Radio verfolgen. Schließ Dich an. Jeder Einzelne wird gebraucht, denn jeder Fan mehr ist ein wichtiges Zeichen!

Warum ausgerechnet Hamburg?

In Hamburg kommen viele Punkte zusammen Neben einem bekannt hohen Preisniveau, ist besonders das System der recht kurzfristigen und flexiblen Einteilung in vier Preiskategorien alles andere als fair. Dazu kommt, dass die Hansestadt leidlich erschwingbare Stehplätze zu Gunsten teurer Sitzplätze aufs Minimum reduziert hat. Ein Kampf für gerechte Eintrittspreise kommt gerade beim HSV auch den Fans auf den Sitzplätzen zu gute und zeigt eindeutig, dass sich „Kein Zwanni“ keinesfalls nur auf die Stehplätze konzentriert. Das war nie das Anliegen der Kampagne, auch wenn sich der Mottozusatz „für ´nen Steher“ aus den Anfangstagen im Nachhinein als unglücklich gewählt herausgestellt hat.

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch, dass aus der letzten Saison heraus bereits Kontakte zum HSV-Vorstand bestehen. Wir wollen in Hamburg unserem Protest noch einmal Nachdruck verleihen und den Kontakt intensivieren, in der Hoffnung, in Hamburg für alle Fans eine tragbare Lösung zu finden. Dass es ausgerechnet Hamburg trifft, heißt aber nicht, dass wir andere Vereine nicht auch kritisieren.

Und was geht mich das an?

Viele von Euch werden noch nicht so weit sein, einen Stadionbesuch aus finanziellen Gründen absagen zu müssen. Warum also nicht einfach weiter machen? Gerne spricht man von der BVB-Familie und eine der wichtigsten Eigenschaften einer Familie ist die Solidarität. Solidarität mit jüngeren und schwächeren Mitgliedern der Familie. Fußball verbindet Fans quer durch alle Gesellschaftsschichten und erhält seinen Reiz durch Vielfalt und Andersartigkeit – es wäre für den Fußball ein großer Verlust, wenn durch steigende Ticketpreise Stück für Stück Fans aus dem Stadion gedrängt werden. Welch verheerende Folgen das haben kann, sieht man in England. Einer Liga, die einstmals für ihre fantastische Atmosphäre berühmt war. Heute sitzen Fans, die in Stadionnähe wohnen und glühende Anhänger ihres Vereins sind, in Pubs und schauen dort das Spiel, weil sie sich eine Eintrittskarte nicht mehr leisten können. Gleichzeitig wird es auf den Tribünen immer stiller. Wer noch mal wissen will, wie es früher war, dem empfehlen wir den Beitrag „Last day of the kop“.

Das gilt es zu verhindern.

Letztendlich kämpft auch jeder, der sich mit anderen solidarisch erklärt und gegen unfaire Ticketpreise protestiert, für sich selbst. Stellt man sich der Entwicklung nicht entgegen, wird man vielleicht irgendwann einmal von ihr überrollt und findet sich selbst außerhalb der Stadiontore wieder.

Wie sieht der Protest aus?

Bei der offenen Diskussionsrunde am 03.01.12 war das Votum eindeutig. Wir fahren nach Hamburg und protestieren dort. Jetzt gilt es, den Worten auch Taten folgen zu lassen und zu zeigen, dass es sich nicht bloß um Lippenbekenntnisse gehandelt hat. Wir möchten alle bitten, sich ins Auto, in den Zug oder in Busse zu setzen, um direkt vor Ort ein eindrucks- und stimmungsvolles Protestbild abzugeben. Die Fanabteilung bietet hierfür auch Busplätze an. Weitere Infos findet Ihr unter www.bvb-fanabteilung.de .

Es ist wichtig, eine große Zahl von Fans zu mobilisieren, die klar zum Ausdruck bringen, dass sie sich der Preisspirale entgegenstemmen. Und dafür brauchen wir Dich. Klar ist es erst mal hart durch die Republik zu fahren, um ein Spiel nicht zu sehen. Aber gibt es einen besseren Grund als den Versuch, den Fußball als Volkssport zu erhalten?

Nach den Erfahrungen im Derby und der Vielzahl von Problemen, die uns Lizenzinhaber, Ordnungsamt und Polizei damals gestellt haben, haben wir diesmal von vornherein darauf verzichtet, ein Public Viewing zu organisieren. Friedliche Fans, die gemeinsam ein Spiel gucken, scheinen wohl ein zu großes Gefahrenpotential zu bieten. Aber wir wollen das Spiel natürlich wenigstens hören. Bringt deshalb alle Eure Radios mit und findet Euch um 15.00 Uhr vor dem Eingang zu Gästeblock zum „Rudelhören“ ein. Mit diesem Bild wollen wir deutlich machen, wohin die Preisspirale führt.

Alle nach Hamburg!

Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein

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