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Borussentreff stößt auf großes Interesse und wird dem Motto „Fanpolitik geht uns alle an“ gerecht

Der von der BVB Fan- und Förderabteilung organisierte Borussentreff Dortmund stand diesmal unter dem Schwerpunktthema, welches im Zuge der Entwicklungen im Fußball immer mehr an Brisanz gewinnt, „Fanpolitik“. Dass dieses Thema aktuell und brisant ist, zeigten die BVB Fans, die am 24. August 2010 mit knapp 150 Besuchern den Presseraum des Stadions völlig ausfüllten. Daniel Nowara, der als Vertreter der BVB Fan- und Förderabteilung Mitglied in „Unsere Kurve“ ist und den Abend mit organisiert hat: „Es freut mich, dass wir nationale und internationale Sprecher von fanpolitischen Gruppen gewinnen konnten, um über ein sehr wichtiges Thema zu sprechen“. So konnten für diesen Abend hochkarätige Vertreter der verschiedenen flächendeckenden Fanorganisationen begrüßt werden. Als Gäste waren Vertreter von „ProFans“ (Christian Brinker), „Unsere Kurve“ (Daniel Nowara), der  „Fanbeauftragtenvereinigung“ (Jens Volke) und „Football Supporters Europe (FSE) (Daniela Wurbs, Christian Bieberstein und Dirk Vos)“ vor Ort und berichteten aus ihren Aufgabengebieten. So berichtete Daniela Wurbs, für viele neu, über die Zusammenarbeit der FSE mit dem Europäischen Parlament. Christian Bieberstein, ein neugewähltes Komiteemitglied der FSE und gleichzeitig auch im HSV Supporters Club aktiv, ermunterte die Anwesenden immer wieder sich gemeinsam aktiv einzumischen, denn nur so kann etwas im Sinne der Fans bewegt werden. Dirk Vos extra aus Belgien angereist, um wie er sagte von der deutschen Fanpolitik zu profitieren, berichtete sodann, dass es in Belgien direkten Kontakt zwischen dem Innenministerium und der Fans gibt, wovon in Deutschland noch nur geträumt werden kann. Aber auch die Vertreter der deutschen Fangruppierungen schilderten von vielen Ansätzen und Erfolgen die gemeinsame Aktionen bewirkt haben. Gemeinsamer Tenor der Vorträge als auch der Beiträge aus dem Plenum war, dass durch einen offenen Dialog viel erreicht werden kann. Mit Stolz wurde beispielsweise auf Schweden verwiesen, wo die Proteste der Fans zum Thema Anstoßzeiten zu einer kompletten Reformierung der Spieltagsansetzungen geführt haben. Im Anschluss an die Vorstellungs- und Diskussionsrunde des „Podiums“ hatten alle anwesenden die Chance mit Fragen und Beiträgen in die gemeinsame Diskussion zu treten. Mit allen Vertretern wurde dann über Themen wie „Mitbestimmung der Fans im Verein“, die „50+1 Regelung“, Polizeiwillkür und die „Kartenpreisproblematik“ diskutiert. Vor allem das Thema der drastischen Preiserhöhung der Karten für das anstehende Derby lag vielen Fans am Herzen und wurde zum Ende stark thematisiert. Abschließend lud Tobias Westerfellhaus zukünftiger Leiter der PG Fanpolitik dazu ein, sich an der neu geschaffenen Projektgruppe Fanpolitik zu beteiligen, welche sich in Zukunft mittels Diskussionsrunden und gezielten Aktionen sich kontinuierlich um die Belange der Fans nicht nur in Dortmund kümmern wird. Tobias Westerfellhaus dazu: „Wir haben gesehen, dass das Thema Fanpolitik bei allen Fans auf großes Interesse stößt. Ein Dialog auf Augenhöhe ist unerlässlich. Besondere Aufmerksamkeit werden wir in den nächsten Tagen und auch darüber hinaus auf die Entwicklungen der Ticketpreise für Gästefans legen, denn die derzeitige Entwicklung ist nicht zu akzeptieren. Wenn es so weitergeht, dann haben wir in Deutschland bald „Englische Verhältnisse“. Marco Blumberg der die Veranstaltung dann offiziell gegen kurz vor 22 Uhr beendete: „Es ist schön zu sehen, dass nicht alle sofort nach Hause gegangen sind, sondern noch in kleinen Gruppen weiter diskutiert und gesprochen haben, dass zeigt, dass viele Fans bereits sind, sich gemeinsam einzubringen. Statements der Beteiligten zur Veranstaltung: „Wir haben uns sehr über die Einladung der BVB-Fanabteilung gefreut und waren sehr gespannt auf die Veranstaltung. Dass knapp 150 Fans letztlich bei diesem Treffen an einem Dienstagabend zusammenkamen, um über so wichtige Themen wie Mitbestimmung und Fanpolitik zu sprechen, ist meiner Meinung nach großartig. Ich hoffe sehr, dass das auch im Rahmen der Arbeit in der Projektgruppe so weitergehen wird.“, zeigte sich Daniela Wurbs zufrieden über den Abend im Stadion. (Daniela Wurbs – FSE) „Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass dort, wo Fans ihre Mitbestimmungs-Möglichkeiten nicht haben oder diese nicht wahrnehmen, die Probleme in der Regel größer und die Freiräume der Fans gen null tendieren, Dinge wie Stehplätze ein Traum und Ticketpreise unbezahlbar sind, und die Stimmung im Stadion einem Friedhof gleicht. Deshalb sind solche Veranstaltungen wie diese von der BVB Fanabteilung und das zahlreiche fanpolitische Engagement der Fans so wichtig.“ (Christian Bieberstein – FSE) „Die Veranstaltung „Fanpolitik geht uns alle an“ der BVB Fan- und Förderabteilung hat, denke ich gute Einblicke in die Arbeit und die Zusammensetzung der Beteiligten der Faninitiativen gegeben. Neben hauptamtlichen Fanbeauftragten sind es doch größtenteils Personen die Ihre Freizeit ehrenamtlich für die „gute Sache“ zur Verfügung stellen. Ebenfalls wurde aufgezeigt, dass Fanpolitik nicht nur Menschen betrifft, die bereits schon einmal in einen Konflikt mit Polizei und/oder Ordnungsdienst gekommen sind! Themen wie z.B. die Entwicklung der Eintrittskartenpreise, unfreundliche Behandlung durch Polizei und Ordnungsdienst oder auch das Thema 50+1 zeigen deutlich, dass Fanpolitik JEDEN Stadionbesucher betrifft!“ (Christian Brinker – ProFans) „Wenn immer nur, über die tollen Entwicklungen in England und Spanien berichtet wird, denkt man, dass Deutschland unbedingt auch diese Wege einschlagen muss. Dass aber mehr als Dreiviertel der Vereine in den Ländern hochverschuldet und insolvent sind, wird leider gerne vergessen. Daher sollten wir verstärkt wurde für unsere Vereine und das Mitspracherecht der Fans kämpfen.“ (Daniel Nowara – Unsere Kurve/BVB-Fanabteilung)

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