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Borussia Dortmund hat juristische Schritte gegen den Verein „Kinderwünsche e.V.“ eingeleitet und bittet die Fans um Mithilfe!

Borussia Dortmund hat juristische Schritte gegen den Verein „Kinderwünsche e.V.“ eingeleitet und bittet die Fans um Mithilfe!

Borussia Dortmund hat diese Woche eine Anwaltskanzlei beauftragt, die gesammelten Erkenntnisse wegen des bestehenden Verdachts des Betrugs im Zusammenhang mit Sammeltätigkeiten von „Kinderwünsche e.V.“ (Kirchstraße 16, 45879 Gelsenkirchen) der Staatsanwaltschaft zu übergeben mit der Bitte um Prüfung der strafrechtlichen Relevanz.

Wir raten allen BVB-Fans und Mitgliedern, mindestens für die Dauer des laufenden Verfahrens, dringend davon ab an „Kinderwünsche e.V.“ zu spenden.

Der Verein „Kinderwünsche e.V.“ trat in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Spendensammlern mit verplombter Sammelbüchse in Stadionnähe (Stadionumfeld, Gastronomie Tennisclub Flora, Gastronomie Freibad Volkspark, Gastronomie Dortmunder Reitverein e.V., Strobels, Biergarten Stadion Rote Erde) auf.

„Kinderwünsche e.V.“ verweigerte zunächst die Übermittlung eines Rechenschaftsberichts. Erst nach mehrmaliger Aufforderung kam der Verein mit erheblichen Verzögerungen der Bitte nach. Die dann überreichten Berichte und Dokumentationen warfen viele Fragen auf, die von „Kinderwünsche e.V.“ nicht schlüssig erklärt werden konnten. Intensive und gründliche Nachforschungen und Beobachtungen der BVB Fan- und Förderabteilung haben ergeben dass weder mit den angegebenen Kooperationspartnern korrekt sind, noch entsprachen die dokumentierten Spendeneinnahmen von „Kinderwünsche e.V.“ unseren Beobachtungen.

Solltet ihr selbst in der Vergangenheit eine oder sogar mehrere Spenden getätigt haben, wäre es hilfreich wenn ihr uns die Spendenhöhe, Ort und Spieltag mitteilen würdet. Die Angaben werden wir dann mit eurem Einverständnis über den eingeschalteten Anwalt der Staatsanwaltschaft zukommen lassen. 

Wenn Du Freunde, Bekannte, Kollegen hast, von denen Du weißt, dass diese für „Kinderwünsche e.V.“ gespendet haben, informiere diese Personen bitte von dieser Befragung.

Vielen Dank für Deine Mithilfe!

Ein Bericht in der aktuellen Ausgabe vom Magazin DER SPIEGEL befasst sich intensiv mit „Kinderwünsche e.V.“.

Rückfragen bitte per E-Mail an info@bvb-fanabteilung.de.

Über den Stand des Verfahrens halten wir euch natürlich weiter auf dem Laufenden.

Wir möchten Euch allgemein noch ein paar Infos und Merkregeln zu Thema „Spenden“ mitgeben.

Was wir gleichzeitig keinesfalls möchten, ist euch eure Motivation zu nehmen, schwächeren Menschen, Kindern, denen es mit unserer Unterstützung besser gehen kann, zu helfen. Ein schlimmes Ergebnis wäre es, wenn es mutmaßlichen Betrügern auch gelänge, damit doppelten Schaden anzurichten.

Woran erkennt man unseriöse Spendensammler?

  1. Sie werden unter Druck gesetzt.
  • Unseriöse Organisationen erkennen Sie daran, dass man Ihnen keine Zeit zum Nachdenken lässt oder ein Ultimatum setzt. Das Werbematerial ist stark gefühlsbetont (notleidende Kinder mit traurigen Augen) und appelliert vor allem an Ihr schlechtes Gewissen.
  • Spenden sollten grundsätzlich freiwillig und aus eigener Motivation heraus erfolgen. Einer guten Entscheidung liegen ausreichend Informationen zugrunde. Sie spenden nicht nur mit Herz, sondern auch mit Verstand.
  1. Die Organisation verhält sich aufdringlich
  • Unseriöse Organisationen setzen gerne auf direkte Konfrontation, um SpenderInnen in Verlegenheit zu bringen. Persönliche Gespräche sind natürlich immer geeignet, um eine Organisation besser kennenzulernen. Seriöse Organisationen erkennen Sie daran, dass man Ihnen zunächst Informationsmaterial zusendet und während des gesamten Prozesses die Distanz gewahrt bleibt.
  1. Man macht Ihnen falsche Versprechungen
  • Misstrauisch sollten Sie werden, wenn eine Organisation das Blaue vom Himmel verspricht und überzogene, unrealistische Ziele verfolgt.
  • Achten Sie darauf, ob die Ziele der Organisation nachvollziehbar und realistisch sind. Erkennen können Sie das u.a. daran, ob die Organisation detailliert über einzelne Etappen informiert und konkrete Aktivitäten benennt, mit denen diese Ziele erreicht werden sollen.
  1. Man hält Ihnen eine Sammelbüchse unter die Nase
  • Spendendosen (insbesondere solche, die nicht verplombt sind) und SammlerInnen, die keine behördliche Genehmigung oder einen Sammelausweis besitzen, können ein Zeichen für unseriöse Maschen sein.
  • In den meisten Bundesländern ist ein Sammelausweis leider nicht verpflichtend. Wenn Sie unsicher sind, wer Ihnen gerade gegenüber steht, lassen Sie sich ein Überweisungsformular geben und informieren Sie sich zuhause über die Organisation. Das hat auch den Vorteil, dass Sie die Spende steuerlich absetzen können.
  1. Sie sollen eine Fördermitgliedschaft unterschreiben
  • Vom Prinzip her eine gute Sache, gilt besonders bei Fördermitgliedschaften Wachsamkeit. Unseriöse Organisationen verstecken im Kleingedruckten gerne unangenehme Überraschungen: steigende Monatsbeiträge, komplizierte Kündigung, Geschäftssitz im Ausland.
  • Fördermitgliedschaften fallen nicht unter das Haustürwiderrufsgesetz. Das bedeutet, Sie gehen eine rechtskräftige Verpflichtung ein, die Sie nur durch eine schriftliche Kündigung wieder beenden können. Weil Sie auf Monate und Jahre hin verpflichtet sind, sollten Sie in solchen Fällen besonders kritisch hinterfragen, wen Sie da eigentlich fördern.
  1. Sie erhalten falsche oder unzureichende Information
  • Es gibt keine unabhängigen Informationen zur Organisation, auf der Website fehlt ein Impressum und AnsprechpartnerInnen sind gar nicht benannt? Das sind klare Anzeichen für eine unseriöse Organisation.
  • Informationen zur Verwendung der Spenden sowie zur Arbeitsweise und zum Aufbau der Organisation sind im Idealfall frei zugänglich. Seriöse Organisationen beantworten Fragen umfassend und zeitnah.
  1. Die Website macht einen dubiosen Eindruck
  • Recherchieren Sie, wie lange die Organisation bereits tätig ist und ob es Medienberichte gibt. Prüfen Sie bei Spenden-SMS und auf Spendenportalen, welche Gebühren und Provisionen anfallen. Wenn Sie mit Ihrer Spende wirklich sicher gehen möchten, achten Sie darauf, ob sich die Organisation einer Prüfung durch unabhängige Dritte unterzogen hat. Auskunft geben beispielsweise das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und das Wirkt-Siegel von PHINEO. Das Siegel von DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen, Berlin) wird erst nach gründlicher Überprüfung vergeben und muss jährlich neu beantragt werden. Das Siegel ist nicht kostenlos, weshalb kleinere Vereine sich dies meist nicht leisten können.

Positives Merkmal ist auch, wenn Ihnen die Organisation alle Fragen offen und nachweislich korrekt beantwortet.

Diese Infos und Merkregeln haben wir mit Hilfe des Merkblatts von PHINEO gemeinnützige AG (www.phineo.org) erstellt.

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