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Vereinsgründer Willi Jacobi: Erster BVB-Torwart der Geschichte

Vereinsgründer Willi Jacobi: Erster BVB-Torwart der Geschichte

Als Borussia Dortmund am 19. Dezember 1909, dem vierten Advent, in der Gaststätte „Zum Wildschütz“ aus der Taufe gehoben wurden, waren drei Jacobis mit von der „Gründerpartie“: Franz, die Vereinslegende, sowie Wilhelm und Julius. Der Mittlere von ihnen, Willi gerufen, erblickte am 2. Juni 1890, also vor 130 Jahren, das viel zitierte Licht der Welt. Deshalb wollen wir an dieser Stelle an ihn erinnern.

Wilhelm Jacobi war mit 19 noch ein Teenager, als er gemeinsam mit den 17 weiteren Rebellen die Jünglingssodalität der Dreifaltigkeitsgemeinde verließ und aus Frust über Kaplan Hubert Dewald zum Vereinsgründer wurde.

Er war der erste Torwart von Borussia Dortmund in einer großartigen Reihe und ist damit der „Urahne“ der Herren Kronsbein, Rau, Kwiatkowski, Wessel, Tilkowski, Betram, de Beer, Klos, Lehmann, Weidenfeller und Bürki.

Natürlich gehörte er auch zu den Akteuren des ersten Spiels des BVB überhaupt am 15. Januar 1911 auf der Weißen Wiese gegen VfB Dortmund, das seine Farben – damals übrigens noch blau-weiß-rot –  mit 9:3 gewannen und damit einen gelungenen Einstand in das hiesige Sportgeschehen feierten. Willi Jacobi stand bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs und auch noch Jahre nach seiner Rückkehr aus dem Felde im Tor der ersten Mannschaft seiner Schwarzgelben. Er war mit dabei, als sein Team in wenigen Jahren von der C-Klasse bis in die A-Liga aufstieg und der Name „Borussia Dortmund“ auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wurde.

„Sein hervorragendes Können, seine Zuverlässigkeit und sein sportliches Auftreten machten ihn zum Meister seines Fachs,“ schreibt Heinrich Karsten anlässlich seines 75. Geburtstags in den Vereinsnachrichten.

Nach der Beendigung seiner sportlichen Karriere gab Jacobi seine Erfahrungen als Trainer mehrerer Jugendmannschaften an den Nachwuchs seines Clubs weiter.

Innerhalb des BVB pflegte er als ausgezeichneter Organisator und beliebter Interpret von Fußballliedern die Geselligkeit und damit die „Familientradition“ des Clubs.

Auch beruflich (Bahnbeamter) und privat stimmte es bei Willi Jacobi. Nach der Rückkehr 1917 aus dem unseligen 1. Weltkrieg, den er zum Glück lebend überstand, heiratete er Maria Risse, die Schwester des Mit-Vereinsgründers Franz. Das Ehepaar bekam drei Töchter – Anneliese, Maria und Magdalena – und blieb dem BVB über Jahrzehnte hinweg verbunden.

Willi beispielsweise als Schiedsrichter und Maria als langjährige „Vereins-Zeugwartin,“ die mit Leidenschaft die Trikots ihrer „Jungs“ der ersten und zweiten Mannschaft wusch, bügelte und pflegte. Und das war damals – alles per Hand – noch eine echte Knochenarbeit.

Letztlich aber natürlich ganz im Sinne von „Legende“ und Bruder Franz Jacobi, der ja bekanntlich den Familiensinn innerhalb von Borussia Dortmund immer in seinem Herzen trug und persönlich vorlebte.