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Vereinsgründer Robert Unger vor 130 Jahren geboren

Vereinsgründer Robert Unger vor 130 Jahren geboren

Sieben junge Männer aus drei „Borsigplatz-Familien“ bildeten am 19. Dezember 1909 das Herzstück der dramatischen BVB-Gründung: Drei Jacobis – Franz, Julius und Wilhelm – zwei Brauns – Franz und Paul – und zwei Ungers – Heinrich und Robert.

Ebenso wie Heinrich Unger (l. auf dem Bild), Borussias erster Präsident, ist auch sein Bruder Robert (r. auf dem Bild), geboren vor genau 130 Jahren am 18. März 1890, als Sportler und als Vereinsfunktionär aus der Geschichte des BVB nicht fortzudenken.

Seine vielseitige leichtathletische Veranlagung war stadtbekannt. Er war Mitglied der ausgezeichneten BVB-Sprintstaffel sowie ein exzellenter Weit- und Hochspringer. So sorgte der schnelle Robert  gemeinsam mit den Staffelkameraden Franz Jacobi, Bruder Heinrich und Karl Wienke dafür, dass DFB-Geschäftsführer Walter Sanß im Zusammenhang mit den Aufnahmebemühungen des BVB 1910 den mittlerweile legendären Tipp mit dem „Trojanischen Pferd“ Leichtathletik bei der Aufnahme des BVB in den Westdeutschen Spielverband überhaupt geben konnte.

Im Sommer war dann damals die Zugehörigkeit der leichathletischen Borussen zum „Verband“ in Duisburg perfekt. Die Aufnahme der Fußballer folgte bekanntlich erst ein halbes Jahr später, Anfang Dezember 1910 nämlich. Die Borussen der allerersten Stunde waren also samt und sonders Leichtathleten.

Später vertauschte Unger die Laufschuhe mit den Fußballschuhen und feierte beachtliche Aufstiegserfolge mit dem BVB. Am 15. Januar 1911 stand er als Mannschaftskapitän in der historischen Spielpremiere der Borussen gegen den VfB Dortmund (9:3) auf der „Weißen Wiese“, dem damaligen Sportplatz der zu diesem Zeitpunkt noch Blau-Weiß-Roten  Jungs vom Borsigplatz.

Nach seiner aktiven Zeit war er bis in die 1950er Jahre hinein als verantwortlicher Platzkassierer unermüdlich für seinen BVB aktiv. Hierbei unterstützte ihn Ehefrau Martha nach Kräften. Die Ungers hatten zwei Töchter, Ingeborg und Ursula.

Der Westdeutsche Fußball-Verband ehrte den Sportpionier in den 1950er Jahren mit der goldenen Ehrennadel. Beruflich trat Robert Unger in die Fußstapfen seines Vaters und wurde Schlosser, verdiente in späteren Jahren aber auch als Elektriker und Gelderheber den Unterhalt für seine Familie.

Seine Einstellung zum BVB fasste Robert Unger  1955 anlässlich seines 65. Geburtstages wie folgt zusammen. „Es waren schöne und bittere Stunden, die ich bei dem immerwährenden Auf und Ab des Vereins erlebte. Und es bedurfte immer wieder aufs Neue der Opfer an Zeit, die andere für sich und ihre Familie verwenden. Aber das Erlebnis der Gemeinschaft im Kameradenkreis, die Erfolge des Vereins, die Siege der Mannschaften wiegen alle Entbehrungen und Enttäuschungen auf.“