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Touren im Sonderzug bleiben die schönsten

Touren im Sonderzug bleiben die schönsten

Rückblick: BVB-Fans reisten im Sonderzug der BVB Fan- und Förderabteilung nach München

Seit dem Rücktritt von Jürgen Klopp als Trainer unserer Borussia sind Bundesliga-Auswärtsspiele bei Bayern München etwa so angenehm wie eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Gab es bereits unter Thomas Tuchel und Peter Stöger heftige Pleiten, so sollte sich dieser Trend auch unter Lucien Favre fortsetzen. Doch auch die in der Höhe verdiente 0:5-Pleite in der Allianz Arena konnte die Stimmung im Sonderzug der BVB Fan- und Förderabteilung kaum trüben. Dieses Auswärtsspiel verdeutlichte einmal mehr: Sonderzug-Touren sind die schönsten Touren.

Am frühen Samstagmorgen rollte ein pickepackevoller Euro-Express voller Borussen aus dem Dortmunder Hauptbahnhof – mit der klaren Mission, die mühsam errungene Tabellenführung zu verteidigen. Angesichts der fantastischen sportlichen Situation war die Stimmung bereits auf der Hinfahrt fröhlich und locker, der Sambawagen in der Mitte des Zuges wie gewohnt sehr gut gefüllt. Die Hinfahrt verlief mehr als entspannt, und entsprechend überraschte Gesichter gab es bei der Durchsage, dass der Münchner Hauptbahnhof nur noch 20 Minuten entfernt sei.

Nachdem auch die letzten Borussen die maximal unsinnige Polizeikontrolle am Ende des Kopfbahnsteigs überstanden hatte, ging es fix in Richtung Allianz Arena. Wie so oft bei Spielen im Süden der Republik – Stichwort „Augsburg“ – wurde allen Fans dabei erneut bewusst, wie schön es doch ist, wenn das Stadion wie in Dortmund im erweiterten Stadtzentrum liegt.

Auf den Spielverlauf soll an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden. Darüber wurde zuletzt ohnehin (zu) viel geschrieben und diskutiert. Die Niederlage ist zwar ärgerlich, doch Aki Watzke hat recht mit seinem Hinweis, dass auch dieses Spiel nur drei Zähler bringt. Insofern war die gelöste Stimmung auf der Sonderzug-Rückfahrt keine Überraschung. Abgerechnet wird ohnehin zum Schluss.

Der Sambawaggon, zu Beginn der Rückfahrt ähnlich voll wie auf dem Hinweg, leerte sich nur spärlich. Einige Nachteulen fanden im Laufe der Nacht auch kein einziges Mal den Weg zurück in ihr Abteil. Andere Fans wiederum kamen gar in den Luxus eines Liegeabteils mit mehr oder minder unerwartetem Komfort. Der Lokführer drückte ordentlich auf die Tube, sodass die Dortmunder zwar erschöpft – und angesichts des Spielverlaufs natürlich auch enttäuscht –, aber auch zufrieden ob der gelungenen Tour überpünktlich im Hauptbahnhof eintrafen. Das lag auch daran, dass niemand an diesem Abend die rote Notbremse für sich entdeckt hatte. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein – war in der Vergangenheit aber auch mal anders.

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