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Stichwort 16. September 1965: „Kalle“ Riedle wird heute 55

Stichwort 16. September 1965: „Kalle“ Riedle wird heute 55

Zwei wunderbare Tore, eines per Fuß, das andere per Kopf, erzielt am 28. Mai 1997 im Münchener Olympiastadion in der 29. und 34. Minute im legendären Champions-League-Endspiel gegen Juventus Turin, haben ihn aus der Sicht aller BVB-Fans unsterblich, ja, zu einer ewig währenden Vereins-Ikone gemacht: Karl-Heinz „Kalle“ Riedle, geboren am 16. September 1965, wird heute 55 Jahre jung.

„Jung“ ist wohl der richtige Ausdruck, denn wer den nach wie vor sportlich gestählten und blendend aussehenden früheren Weltklassestürmer und heutigen internationalen Markenbotschafter von Borussia Dortmund so sieht, der kann wirklich nur staunen!

Superfit wirkt er, der knapp 1, 80 m große überragende Kopfballspieler (Spitznamen „Air Riedle“ und „Herr der Lüfte“) vergangener Tage, der neben dem Champions-League-Sieg 1997 drei Deutsche Meistertitel gewann (1988 mit Werder Bremen sowie 1995 und 1996 mit dem BVB), sich bei den Olympischen Spielen in Seoul mit „Bronze“ schmücken durfte und 1990 mit der Deutschen Nationalmannschaft in Italien Weltmeister wurde. Insgesamt absolvierte er 209 Bundesligamatches mit 72 Toren.

Einmal allerdings schaute er – aus der Sicht des BVB erfreulicherweise – in die viel zitierte „Röhre“. Das war im Endspiel um den DFB-Pokal 1989 im Berliner Olympiastadion zwischen Werder Bremen und der Borussia, als er zwar mit einem Kopfball (typisch, typisch) das 1:0 für seine damaligen Grün-Weißen erzielte, jedoch in der Endabrechnung mit 1:4 auf der Strecke blieb. Damit gewann der BVB zum zweiten Mal nach 1965 den begehrten „Pott“. In dieser Partie wurde Norbert „Nobby“ Dickel, trotz schwerer Verletzung aufgelaufen, mit zwei Toren zum vielbewunderten „Helden von Berlin“.

Unabhängig von dieser Niederlage kann er auf eine großartige Karriere zurückschauen, der in Weiler im Allgäu auf die Welt gekommene „Kalle“ Riedle, der im Trikot der Nationalelf 42 Spiele absolvierte und dabei 16 Treffer erzielte. Für den BVB lief er in 87 BL-Spielen auf und war dabei 24 Mal erfolgreich. Beim BVB hatte er es zunächst nicht leicht, sich durchzusetzen. Immerhin hießen die Konkurrenten um die begehrten Plätze im Sturmzentrum Stephane Chapuisat, Flemming Povlsen und Heiko Herrlich. Aber dann bildete er mit Andy Möller und „Chappi“ ein exzellent harmonierendes und sehr durchschlagkräftiges Trio.

Der erste Verein des gelernten Metzgers war der TSV Eilhofen, wo er sich in jungen Jahren erste Sporen verdiente. Später folgten der FC Augsburg, Blau-Weiß 90Berlin, Werder Bremen und Lazio Rom und ab 1993 der BVB, für den er vier Jahre kickte.

Danach ging es zum FC Liverpool und zum FC Fulham, wo er seine Karriere ausklingen ließ. Karl-Heinz Riedle ist verheiratet; das Ehepaar Riedle hat drei Kinder.

Wir gratulieren dem Geburtstagskind Karl-Heinz Riedle sehr herzlich und wünschen dem außergewöhnlichen Sportsmann und Sympathieträger noch viele gesunde und glückliche Jahre.

 

An dieser Stelle erscheinen an verschiedenen Jahrestagen von schwarzgelben Ereignissen kurze Geschichten oder Anekdoten, die in Zusammenarbeit mit der AG Tradition, der BVB Fan- und Förderabteilung und dem BORUSSEUM veröffentlicht werden.