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Sie nannten ihn „Schnitzel“ – Thomas Rosicky wird 40

Sie nannten ihn „Schnitzel“ – Thomas Rosicky wird 40

Prag, die „Goldene Stadt“, hat im Laufe der Jahrzehnte der Fußballwelt kontinuierlich „goldene“ Talente, die dann später bis zu Weltstars reiften, geschenkt.

Frantisek Planicka gehört dazu, die Torwartlegende von vor dem 2. Weltkrieg, Josef Masopust, Vize-Weltmeister von 1962, Antonin Panenka, der Elfer-Zauberer von 1976, oder Patrick Berger, der 1996 mit dem BVB Deutscher Meister wurde.

Und natürlich Thomas Rosicky, der in der Winterpause 2000/01 von Sparta Prag für die Bundesliga-Rekordablöse von 25 Mio. DM zum BVB stieß. Seine Empfehlung: Mit Sparta war er trotz seiner Jugend bereits drei Mal tschechischer Meister geworden. Thomas Rosicky war mit seinen 1,75 m. Körpergröße und „schlanken“ 66 kg Gewicht geradezu schmächtig.

Deshalb rief ihm ein Dortmunder Stadionbesucher einmal zu, er möge doch einige Schnitzel mehr essen, um etwas auf die Rippen zu bekommen. Die BVB-Fans griffen dies auf und nannten den beidfüßigen Supertechniker fortan liebevoll „Schnitzel“.

„Schnitzel“ Rosicky war ein Fußball-Zauberer, der am Ball praktisch alles konnte. Dazu hatte er ein blendendes Auge für die Mitspieler, die er gern und höchst virtuos einzusetzen verstand. Davon profitierte u. a. sein Landsmann Jan Koller, den er gern in aussichtsreiche Positionen schickte.

Damit reihte er sich in die Liste der großen BVB-Mittelfeldstrategen Addy Preißler, Alfred Niepieklo, Timo Konietzka und Aketz Schmidt ein, um nur einige der großen Cracks zu nennen. Insgesamt absolvierte  „Schnitzel“  für den BVB 149 Bundesligaspiele, bei denen er 20 Treffer erzielte. Hinzu kommen 29 Matches auf europäischer Ebene mit drei Toren.

Kaum ein BVB-Fan wird „die“ Saison des Thomas Rosicky vergessen: In der Spielzeit 2001/02 zauberte der Tscheche auf höchstem Niveau und wies seine technische, taktische und spielerische Extraklasse eindrucksvoll nach.

Der Lohn: Die Deutsche Meisterschaft 2002 und das Endspiel um den UEFA-Cup in Rotterdam, das letztlich leider aber verloren ging.

In den Dortmunder Folgejahren litt er mehrfach an langwierigen Verletzungen und konnte an die Klasse seines Meisterjahres nur noch seltener anknüpfen. 2006 wechselte der Hochgeschwindigkeits- und One-Touch-Kicker  an die Themse zu Arsenal London, um unter den Fittichen von Arsene Wenger weiterhin erfolgreich dem runden Leder nachzujagen.

Seine Fußballschuhe hängte er nach seinem Abschiedsspiel, an dem mit Jan Koller und Jens Lehmann  zwei Akteure aus der BVB-Meistermannschaft 2002 teilnahmen, 2018 in Prag an den sagenumwobenen „Nagel“.

Für Tschechien absolvierte Rosicky 68 Länderspiele (19 Tore) mit vielen Glanzleistungen. Unvergessen ist seine brillante Leistung im Vorrundenspiel zur EM 2004 gegen die Niederlande, das sein Nationalteam mit 3:2 siegreich gestaltete. . Natürlich war er mehrere Jahre auch Mannschaftskapitän seines Heimatlandes, in dem er 2001, 2002 und 2006 zum „Fußballer des Jahres“ gewählt wurde.

Insgesamt eine großartige Karriere für ein zart-schmächtiges „Schnitzel“. Thomas Rosicky wurde am 4. Oktober 1980 geboren, vollendet heute also sein 40. Lebensjahr. Dazu von allen BVB-Fans herzliche Glückwünsche und alles Gute für die Zukunft!

An dieser Stelle erscheinen an verschiedenen Jahrestagen von schwarzgelben Ereignissen kurze Geschichten oder Anekdoten, die in Zusammenarbeit mit der AG Tradition der BVB Fan- und Förderabteilung und dem BORUSSEUM veröffentlicht werden.