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Porto – eine Reise in die „Mystik“ des Nordens von Portugal

Porto – eine Reise in die „Mystik“ des Nordens von Portugal

Nachdem der BVB mit einem 2:0-Heimsieg gegen den FC Porto das Kick-off der letzten 32 Mannschaften in der Europa League erfolgreich bestanden hat, geht es am 25. Februar 2016 zum Rückrundenspiel in den Norden Portugals in diese wunderschöne Stadt Porto.

Flughafen Porto (Richard Scharpenberg/pixelio.de)

Flughafen Porto (Richard Scharpenberg/pixelio.de)

Nach einer Flugzeit von knapp drei Stunden landet man auf dem internationalen Flughafen von Porto, dem Francisco Sá Carneiro.

Bis zum Stadtzentrum sind es ungefähr elf Kilometer, die am besten und günstigsten mit der Metro zurückgelegt werden. Wer sich in Porto einen Mietwagen organisiert hat und zu dem Spiel mit der Metro fahren möchte, dem stehen ca. 30 kostenlose Parkplätze direkt an der Metrostation zur Verfügung. Für 7 Euro pro Tag oder 15 Euro für drei Tage können Fahrtickets, mit denen man ohne Limit mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln fahren kann, erworben werden. Diese Fahrkarten heißen „Andante Tour“ und können an allen Metro-Schaltern gekauft werden. Die Metrostation liegt direkt dem Ankunftsbereich gegenüber und ist mit diesem über ein gläsernes Dach verbunden. Im öffentlichen Teil des Erdgeschosses des Flughafens befinden sich viele Dienstleister, ein Taxistand und Busstationen.

Die mitgereisten Fans erwarten angenehme Temperaturen: Tagsüber um die 15 Grad, am Abend kühlt es sich ein wenig ab und wir können uns auf ca. 10 Grad einstellen, wenn der BVB am Donnerstagabend spielen wird.

Blick über Porto (Claudia Huldi/pixelio.de)

Blick über Porto (Claudia Huldi/pixelio.de)

Unabhängig vom Ausgang des Spiels sollte man die Gelegenheit nutzen, um diesen Trip mit dem Kennenlernen dieser portugiesischen Metropole zu verbinden.

Die Stadt Porto, mit ihrer unverfälschten Schönheit, steht für gutes Essen, starke Traditionen und einfache, offene und sympathische Bürger. „Wer einmal hier war, der kehrt fast immer wieder zurück“, lautet ein altes Sprichwort der Portugiesen. Viele Besucher sagen, dass diese Stadt etwas Mystisches hat, das man nur schwer beschreiben kann und das sich je nach Ort, Zeit und Tageslicht ändert.

Geprägt ist diese Stadt von ihrem individuellen Charakter, ihrer Persönlichkeit und einem Ausdruck von genialer Schönheit, wie sie besser auf keiner Postkarte abgebildet sein könnte. Sie ist eingehüllt in ein wunderbar warmes Licht, das in seiner Brillanz niemals nachzulassen scheint. Wenn man durch die schmalen Gassen der Straßen geht und dabei die Einzigartigkeit der Gebäude betrachtet, möchte man sofort mehr von dieser Atmosphäre aufsaugen und die Stadt noch besser kennenlernen.

Für unsere mitgereisten Fans hier ein paar Tipps für einen Kurzbesuch in Porto mit geplanten oder auch spontanen touristischen Aktivitäten:

Was fällt einem bei „Porto“ als Erstes ein? Genau, Portwein!
Der Portwein wird aus Weintrauben hergestellt, die nur in der Douro-Region angebaut werden. Er wird nach der Ernte zu den Kellern von Vila Nova de Gaia gebracht, wo er verschnitten wird und danach in Ruhe reifen kann. Der Portwein ist namentlich geschützt und darf nur verwendet werden, wenn er die Kriterien des portugiesischen Portwein-Institutes erfüllt. Jeder Portwein lagert mindestens zwei Jahre und maximal sechs Jahre in einem großen Fass, was die Bezeichnung für Tanks aus Holz oder neuerdings aus Stahl mit einem Fassungsvermögen von teilweise mehr als 20.000 Litern ist.

 

Einer der vielen Weinläden in Porto (Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de)

Einer der vielen Weinläden in Porto (Klaus-Uwe Gerhardt/pixelio.de)

Der Stadtteil Vila Nova de Gaia, gegenüber dem Zentrum, am Südufer des Flusses Douro gelegen, ist mit seinen diversen Portweinhäusern ein beliebtes Ausflugsziel. Dazu kann man unter vielen „Caves do vinho do Porto“ (Weinkellern) wählen und Proben dieses süßen, angereicherten Weines zu sich nehmen. Es gibt in der Stadt viele Weinkellereien, die Führungen mit anschließender Verkostung anbieten, manche sogar kostenlos.
Taylor‘s ist eine sehr bekannte Weinkellerei und führt sehr ausgiebige Touren durch, in welchen der Prozess der Herstellung von Portwein genau erklärt wird. Hierbei gibt es kostenlos ein Glas mit weißem und rotem Portwein zum Probieren. Am besten genießt man ein gutes Gläschen der roten Rebe auf der hauseigenen Dachterrasse mit tollem Blick zum Rio Douro. Craft bietet Ähnliches an, hier gibt es sogar einen pinkfarbenen Portwein zu probieren. In aller Regel sind diese Weinkellereien wochentags von 10 Uhr bis 18 Uhr zu besichtigen.

Wer ein Fläschchen dieses edlen Stoffes mit nach Deutschland nehmen möchte, muss bedenken, dass dabei maximal zwei Liter davon eingeführt werden dürfen.

Der Palácio de Bolsa (Börsenpalast) ist ein ursprünglich als Börse und Handelsgericht genutztes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, welches sich mitten in der Altstadt Portos befindet und architektonisch eine Menge zu bieten hat. Wer an der Kultur und der Tradition der Portugiesen interessiert ist, sollte die Gelegenheit nutzen, sich von einem englischsprachigen Guide durch den Palast führen zu lassen. Neben zahlreichen Festsälen, dem malerisch edlen Treppenhaus und vielen historischen Gemälden verfügt der Palast über eine eigene Goldschmiedewerkstatt, die natürlich auch besichtigt werden kann. Zu einem Preis von 8 Euro, die Führung eingeschlossen, kann der Palast täglich von 9 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14 Uhr bis 17.30 Uhr besichtigt werden.

Wer Lust auf einen kleinen Spaziergang durch Porto hat, sollte seine Etappe in der fliesenverzierten Bahnhofshalle des Bahnhofs São Bento beginnen. Ganz in der Nähe befindet sich die Kathedrale Sé, deren Vorplatz einen ersten Blick über den Fluss, die Häuser und das andere Ufer bietet. Von dort aus kann man über Treppen und mittelalterliche Straßen bis zur Ribeira (historische Altstadt) mit ihren Terrassen und malerischen Ecken hinuntersteigen. Es lohnt sich, ein wenig dort zu verweilen und das Ambiente auf sich wirken zu lassen. Bei einer kleinen Tasse Kaffee (Bica) und einer typischen Spezialität aus Porto, der „francesinha“, einem Sandwich mit überbackenem Käse und Tomatensoße, kann man kostengünstig für sein leibliches Wohl sorgen. Wer gerne leckeren Kuchen mag, dem wird die „pastel de natas“ (ein mit Vanillepudding gefülltes, rundes Gebäck) empfohlen.

Nach einer kleinen Pause kann die Tour an dem gegenüberliegenden Ufer und der Brücke Dom Luís mit einer Bootsfahrt unter den sechs Brücken Portos hindurch fortgesetzt werden. Nachdem vom Fluss aus die Silhouetten der Häuser und Kirchtürme vorbeigezogen sind, kann man sich hervorragend der Besichtigung der Igreja de São Francisco widmen. Hier erwartet einen das vergoldete Innere einer wunderbaren Kirche. Ganz in der Nähe kann man noch andere Kirchen und Baudenkmäler mit gefliesten Fassaden ansehen.

Sonnenuntergang in Porto (Annamartha@pixelio.de)

Sonnenuntergang in Porto (Annamartha@pixelio.de)

Wer nun genug hat von kulturellen Aktivitäten, der kann traumhaft bei einem Gläschen Bier, dem „Sagres“ oder einem anderen internationalen Gerstensaft, in Kombination mit einem kleinen Imbiss, wie zum Beispiel „um prego no pão“ (ähnlich einem gebratenen Schnitzel im Brot) oder kleinen Fischdelikatessen super relaxen.

Wir wünschen allen mitgereisten BVB-Fans ein tolles Spiel und einen herrlich entspannten Aufenthalt in der mystischen Stadt Porto, im Norden Portugals.

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