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„Körne bunt statt braun“ – Fanabteilung vor Ort

„Körne bunt statt braun“ – Fanabteilung vor Ort

„Demokratie leben – für Vielfalt und Toleranz“: Ein Motto, das sowohl in gesellschaftlicher als auch in sportlicher Hinsicht in diesen Tagen präsenter ist denn je. Verschiedene Kulturen gehen in Dortmund Hand in Hand: auf dem Schulhof, auf dem Campus, auf dem Sportplatz. Das Stadtteilfest „Körne bunt statt braun“ stellte diesen demokratischen Baustein zum nunmehr achten Mal in Vordergrund.

 

Auch die BVB Fan- und Förderabteilung zeigte an diesem Tag ihr schwarz-gelbes Gesicht im Dortmunder Osten. Neben einem Infostand hatte die Fanabteilung gemeinsam mit dem Fanprojekt ein Street-Kick-Turnier auf die Beine gestellt. Der Schulhof der Libori-Grundschule war rundum gut besucht – überall blickten die anwesenden Zuschauer in schwitzende, aber glückliche Gesichter. Die warmen Temperaturen hatten also gewirkt.

 

Um den vielen jungen Besuchern fremde Kulturen näher zu bringen, hatte die Fanabteilung einen kleinen „Parcours zum Fremdgehen“ aufgebaut: Dort wurde etwa die Herkunft von verschiedenen Früchten näher erklärt – Dinge, die für viele Jugendliche im Alltag selbstverständlich erscheinen.

 

Um die Sinne noch weiter zu schärfen, hatten sich die FA-Verantwortlichen ein besonderes Spiel ausgedacht. Mithilfe eines BVB-Autogrammkartensets durften sich die Nachwuchsfans ihre persönliche Lieblingself zusammenstellen. Aubameyang, Kagawa, Sokratis, Démbélé: Viele junge Fans stellten ihre Identifikationsfiguren selbstredend auf. „In der Folge haben wir das Team um alle ausländischen Spieler reduziert. Meist war dann nur noch die Hälfte der eigentlichen Elf übrig“, erklärte Thorsten Düdder von der FA rückblickend. „Im ersten Moment haben viele Jugendliche unglaubwürdig geschaut. Ihnen ist klar geworden: Es ist egal, welche Hautfarbe oder welche Nationalität ein Spieler hat. Letztlich halten alle zusammen.“

 

Körne 2Dass Borussia Dortmund auch abseits von Meisterschaften und Pokalsiegen eine spannende Historie vorzuweisen hat, ist vielleicht nicht jedem BVB-Fan hinlänglich bekannt. Schüler der Max-Born-Realschule setzten genau dort an – und recherchierten in einem aufwendigen Projekt über die Geschichte des Vereins seit dem Gründungsjahr 1909 bis ins Jahr 1945, in dem der Zweite Weltkrieg und die nationalsozialisitische Diktatur in Deutschland ihr Ende fanden. Beleuchtet wurde bei diesem Projekt auch die unschöne Entwicklung in der NS-Zeit: Gleichschaltung 1933, Eliminierung nicht-arischer Spieler, Ermordung von Widerstandskämpfern wie dem langjährigen BVB-Platzwart Heinrich Czerkus. Dunkte Kapitel der Historie, die Borussia Dortmund allerdings lange Jahre prägten. Fanabteilung und Fanprojekt hatten dieses Projekt der Schüler gefördert. Die Botschafter des Projekts, die Schüler Pia Jördens und Timo Jasarevic, erhielten als Dank seitens der Fanabteilung ein Buch über die Nachkriegszeit und ein T-Shirt.

 

Abgerundet wurde der Abend von einem vollauf gelungenen Poetry Jam. Jugendliche aus weiterführenden Schulen präsentierten unter dem Motto des Stadtteilfestes ihre vorbereiteten Texte, die sie zuvor in Workshops erarbeitet hatten. „Die Besucher waren begeistert von dem Niveau und dem selbstbewussten Auftreten der Akteure“, resümierte Heinz-Dieter Düdder vom Stadtbezirksmarketing Innenstadt-Ost. Körne ist an diesem Tag noch deutlich bunter geworden.

 

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