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Friedel Ibel vor 100 Jahren geboren

Friedel Ibel vor 100 Jahren geboren

Vor 100 Jahren, genau am 1. November 1920, wurde der Familie Ibel in Dortmund-Scharnhorst der Knabe Friedrich, genannt Friedel, geboren, der speziell in den 1940er Jahren beim BVB eine sehr respektable Karriere mit mehreren wichtigen Titeln machen sollte.

Er wuchs in einem fußballerisch begabten Umfeld auf, denn sein älterer Bruder war ein begabter Torhüter, der Jahre zuvor auch in schwarz-gelb zwischen den Pfosten stand.

Friedel Ibel (Foto: 2. von links) gehörte zu dem BVB-Team, das 1946/47 die Staffelmeisterschaft der Landesliga Westfalen, Gruppe 2, gewann und sich damit für das wichtige Endspiel um die Vorherrschaft im westfälischen Fußball gegen den FC Schalke qualifizierte.

Ferdinand Fabra, der erste Meistertrainer des BVB, hielt viel von Ibel, wie er in einem Interview im Jahre 1999 betonte.

„Der Friedel spielte bei mir Halblinks und Linksaußen. Er kam ursprünglich von der Hoesch-Werkself, stieß dann zur Jugend des BVB, war technisch beschlagen und ein guter Kombinationsfußballer. Körperlich war er nicht der Stärkste, das machte er aber durch seine augenfällige Leichtfüßigkeit wieder gut. Ich kann mich noch bestens an unser Endspiel um die Westfalenmeisterschaft 1949 gegen den FC Schalke im Stadion am Schloss Strünkede zu Herne erinnern, als Friedel Ibel als Halblinker einige sehr effektive Vorstöße wagte und einer unserer Leistungsträger war.“

Auch in den weiteren Spielen nach dem großen Sieg über die Knappen gegen Bremen und St. Pauli bis zum Endspiel um die Zonenmeisterschaft gegen den HSV, das leider knapp mit 0:1 verloren wurde, war das geschmeidige Leichtgewicht mit von der Partie.

Durchaus ein Stückchen Sportgeschichte schrieb Friedel Ibel, als er im Premierenspiel des BVB in der neu eingeführten Oberliga West in der immer noch schwer vom 2. Weltkrieg gezeichneten Roten Erde vor 30.000 begeisterten Besuchern beim 3:0-Erfolg über die Sportfreunde aus Katernberg das 1:0 für seine Farben erzielte und damit das allererste Tor der neuen Liga überhaupt markierte. In dieser Saison und in den beiden folgenden Spielzeiten wurde Ibel mit dem BVB Westdeutscher Meister.

1949 stand er in der Borussen-Formation, die in der legendären Hitzeschlacht von Stuttgart das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den VfR Mannheim nach Verlängerung mit 2:3 verlor. Seine beiden besten Spiele im BVB-Trikot lieferte er wenige Wochen zuvor in den beiden großartigen Begegnungen mit dem 1. FC Kaiserslautern mit den alles überragenden Brüdern Fritz und Ottmar Walter ab, in denen sich die Borussen letztlich für das Endspiel gegen Mannheim qualifizierten.

Sein letztes Match für Borussia Dortmund absolvierte Friedel Ibel Ende August 1952 in der verlorenen Auswärtsbegegnung gegen den 1. FC Köln. Danach beendete er seine beachtliche Karriere beim BVB und schloss sich dem Amateurverein SV Schüren an.

Friedel Ibel war einer der Stillen im Lande und stellte sich ungern in den Mittelpunkt. Mit Blick auf seinen „100. Geburtstag“ sei deshalb an ihn und seine erfolgreiche Zeit beim BVB bis hin zum „Deutschen Vize-Meister“ erinnert.

An dieser Stelle erscheinen an verschiedenen Jahrestagen von schwarzgelben Ereignissen kurze Geschichten oder Anekdoten, die in Zusammenarbeit mit der AG Tradition der BVB Fan- und Förderabteilung und dem BORUSSEUM veröffentlicht werden.