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Ein „Fußballgott“ wird 55 – Jürgen Kohler einfach Weltklasse

Ein „Fußballgott“ wird 55 – Jürgen Kohler einfach Weltklasse

„Jürgen Kohler Fußballgott!“ Diesen Schlachtruf skandierten die BVB-Fans Mitte der 1990er Jahre gern im Westfalenstadion oder bei den Auswärtsspielen, wenn auf dem Feld einer der besten Abwehrspieler des BVB, Deutschlands und der Welt seiner Profession nachging und kompromisslos, aber fast immer regelkonform, die gegnerischen Angriffsspieler das Fürchten lehrte.

Den Begriff „Fußballgott“ hatte 1954 der legendäre Fußballreporter Herbert Zimmermann während des WM-Endspiels Deutschlands gegen die Ungarn für den überragenden Torhüter Tonu Turek „geboren“! Und nun war auch Jürgen Kohler ein solcher…

Allein beim BVB kann Kohler auf eine außergewöhnliche Karriere zurückblicken: Deutscher Meister 1996 und 2002, Champions-League-Sieger, Gewinner des Weltpokals 1997 und Vize-UEFA-Cupsieger 2002.

Hinzu kommen diverse weitere Titel mit seinen vorherigen Clubs Bayern München (Deutscher Meister 1990), Juventus Turin (UEFA-Cup-Sieger 1993, Italienischer Meister und Pokalsieger 1995) und mit der Deutschen Nationalmannschaft (Weltmeister 1990 in Italien und Europameister 1996). Nicht vergessen werden sollte, dass der Abwehrrecke von Weltformat 1997 von der bundesdeutschen Schar der Sportjournalisten zum „Fußballer des Jahres“ gekürt wurde. .

Als Kohler nach Dortmund kam, hatte er sich vom reinen Manndecker mit typisch deutschen Tugenden bereits zu einem strategisch und kreativ agierenden Abwehrspieler entwickelt, der schon damals auf dem Feld Trainerqualitäten erahnen ließ. Im Verbund mit weiteren Ausnahmekönnern wie Stefan Reuter, Mathias Sammer und Julio Cesar bildete Jürgen Kohler in den goldenen Jahren von Dortmund häufig ein schier unüberwindliches Bollwerk, das die Gegner verzweifeln ließ.

In der Mannschaft schätzte man allerdings nicht nur seine sprichwörtliche Aufgabentreue auf dem Platz, sondern außerhalb des Spielfeldes auch seine menschlich-integrativen Fähigkeiten.

Jürgen Kohler beendete seine Karriere 2002 mit dem Endspiel um den UEFA-Pokal in Rotterdam gegen Feyenord. Anstelle des erhofften Pokals gab es aber gerade an diesem Tag einen unverdienten Schlussakkord in Moll, als er zu seinem Entsetzen vom Platz gestellt wurde. Ein Abschied also mit Tränen für den doch immer so untadeligen Sportsmann.

Seine Karriere als Fußballer hatte Jürgen Kohler beim TB Jahn Lambsheim begonnen, von wo er dann zu Waldhof Mannheim und den 1. FC Köln ging und seine großartige Laufbahn startete. Dann kamen Bayern München, die alte Dame „Juve“ und der BVB.

Heute ist Kohler als Finanzberater und Jugendtrainer tätig, berät einen Frauen-Fußball-Bundesligisten und engagiert sich im Kuratorium der Stiftung Jugendfußball.

Jürgen Kohler wurde am 6. Oktober 1965 in Lambsheim geboren und vollendet folgerichtig heute sein 55. Lebensjahr.

Ihm gelten die herzlichen Glückwünsche aller BVB-Fans, die häufig und gern an „ihren“ Fußballgott und seine großartige Zeit bei Borussia Dortmund zurückdenken.

An dieser Stelle erscheinen an verschiedenen Jahrestagen von schwarzgelben Ereignissen kurze Geschichten oder Anekdoten, die in Zusammenarbeit mit der AG Tradition der BVB Fan- und Förderabteilung und dem BORUSSEUM veröffentlicht werden.