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Eike Immel: Einer der großen BVB-Torhüter wird 60

Eike Immel: Einer der großen BVB-Torhüter wird 60

Wer in den frühen 1960er Jahren das Sporthaus Schmidt in der Dortmunder Brückstraße besuchte, machte fast unweigerlich Bekanntschaft mit drei Jungs aus dem hoffnungsvollen BVB-Nachwuchs: Ralf Augustin, Theo Schneider und Eike Immel absolvierten dort nämlich ihre Lehre als Einzelhandelskaufleute.

Alle drei wurden später Jugendnationalspieler und haben in der 1. Mannschaft des BVB Spuren hinterlassen. Die bedeutendste Karriere von ihnen machte Eike Immel, der am heutigen 27. November seinen 60. Geburtstag feiert.

Eike Immel gehört in die Phalanx den Klasse-Torhütern des BVB nach dem 2. Weltkrieg von Willi Kronsbein über Heini Kwiatkowski und Hans Tilkowski bis hin zu Teddy de Beer, Stefan Klos, Jens Lehmann, Roman Weidenfeller und Roman Bürki.

Er kam mit 14 Jahren aus Stadtallendorf, wo der Vater einen Bauernhof führte, nach Dortmund. Zum BVB geholt hatten ihn der damalige A-Jugendtrainer Heinz Keppmann und Walter Maahs, damals Chef der BVB-Amateurabteilung.

Das war übrigens gar nicht so einfach, waren doch bereits mehrere Bundesligisten hinter dem aufstrebenden Torwarttalent her, das seit dem neunten Lebensjahr in seinem Heimatverein mit großem Erfolg zwischen den Torpfosten stand und schon damals mit erstklassigen Reflexen auf der Linie brillierte und mit seiner eindrucksvollen seine körperliche Präsenz die gegnerischen Stürmer das Fürchten lehrte.

Als er zum BVB kam, spielte er mit seinen 14 Lenzen schon bald in der A-Jugend und hielt, was auf seinen Kasten rauschte. Mit seinen gut 1,90 Metern Körpergröße war der junge Hüne im BVB-Kasten eine wirklich imposante Erscheinung. Natürlich wurde er beim DFB in allen denkbaren Altersklassen Schüler- und Jugend-Nationalspieler.

1978 feierte Eike Immel sein Debüt im Kasten der 1. Mannschaft, als sich Horst Bertram vor dem Spiel gegen Bayern München verletzte. Eike hielt bravourös und der BVB gewann mit 1:0. Unmittelbar nach der Partie nahm ihn Weltmeister Sepp Maier in den Arm und gratulierte ihm mit den Worten Eike, Du wirst mein Nachfolger im Tor der Nationalmannschaft“ zu seinem beeindruckenden Auftritt.

In der Tat wurde Immel Nationaltorhüter, machte in seiner Zeit beim BVB vier seiner insgesamt 19 Länderspiele wurde 1980 mit der DFB-Formation Europameister.

Bezüglich seiner Karriere als Nationalspieler war der Eike sicher nicht gut beraten, als er einige Jahre später wohl aus Verärgerung viel zu früh seinen Rücktritt bekannt gab.

Für den BVB, bei dem er bis 1986 blieb, absolvierte er 247 Bundesligaspiele. Danach ging er für 1,7 Mio. DM zum VfB Stuttgart, mit dem er 1992 Deutscher Fußballmeister wurde. Insgesamt kam der Spitzenkeeper auf außergewöhnliche 534 Einsätze in der belle etage des Deutschen Fußballs.

Nach einer kurzzeitigen Episode bei Manchester City beendete Eike Immel 1997 wegen schwerer Hüftprobleme seine Profi-Karriere.

Zu seinem 60. Geburtstag gratulieren wir dem großartigen BVB-Torhüter und untadeligen Sportsmann von ganzem Herzen und wünschen alles Gute für die Zukunft!

An dieser Stelle erscheinen an verschiedenen Jahrestagen von schwarzgelben Ereignissen kurze Geschichten oder Anekdoten, die in Zusammenarbeit mit der AG Tradition der BVB Fan- und Förderabteilung und dem BORUSSEUM veröffentlicht werden.