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BVB – Sch***e: Kuriose Torflut vor 50 Jahren

BVB – Sch***e: Kuriose Torflut vor 50 Jahren

 

Seit 1925 kreuzen sich die Wege des BVB und des FC Schalke 04 in schöner Regelmäßigkeit. Bislang hat man fast 150 Pflichtspiele gegeneinander ausgetragen, von denen viele es wert wären, dargestellt zu werden.

Einen besonderen Rang nimmt nach wie vor die Begegnung am 26. 2. 1966, also vor nunmehr exakt 50 Jahren, im Stadion Rote Erde ein. Der BVB gewann mit 7:0. Das ist der höchste Borussen-Sieg aller Zeiten über den „Erz-Rivalen“. Libuda lief gegen seine früheren Kollegen zu absoluter Höchstform auf; Schalke war an diesem Tag nicht mehr als ein Trainingspartner. Deshalb ist weniger das Endergebnis erstaunlich als vielmehr die Tatsache, wie es zustande kam. Von den sieben Toren fielen nämlich fünf – und das ist Bundesligarekord – durch Kopfbälle. Aki Schmidt (2), Willi Sturm, „Hoppy“ Kurrat und Lothar Emmerich verwandelten per Kopf.

Kurrat:“ Als ich einige Tage später in der Dortmunder City mit meiner Frau einkaufen war, riefen die Passanten: „Guckt mal, da kommt das Kopfball-Ungeheuer!“ Da der “Hoppy” lediglich 1,60 Meter groß war und ist, hatte diese Aussage eine schon fast kabarettistische Qualität.

In den Spielzeiten 1964/65 – 1966/67 war es eine helle Derby-Freude, BVB-Fan zu sein. Sechs mal spielte man gegeneinander, alle Begegnungen gewann der BVB. Und das fast durchgängig mit außergewöhnlichen Ergebnissen:

In der Saison 1964/65 kanzelten die Schwarz-Gelben die Knappen in der Glückauf-Kampfbahn mit 2:6 ab. Nach 36 Minuten stand es durch Tore von Schmidt, Brungs (2), Konietzka (2) und Emmerich bereits 0:6. Da war der Käse praktisch schon gegessen. Die Schalker Gegentreffer durch Grau und Libuda waren nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Das Rückspiel im Februar 1965 in der “Roten Erde” endete 4:0 für die Heimelf. Hermann Straschitz, der nur ein kurzes Gastspiel in Dortmund gab, aber zu den DFB-Pokalsiegern 1965 gehört, traf zwei Mal ins Schwarze. Wosab und Konietzka sorgten für den Endstand.

Da war das 2:3 der Schalker im September 1965 auf eigenem Platz als erstes Derby der Saison 65/66 fast schon stinknormal. Dann allerdings kam es im folgenden Februar mit dem geschilderten 7:0-Rekordsieg wieder knüppeldick für die Blau-Weißen.

BVB - Schalke - Emma, Fichtel, van Haaren -

Als „Nebelspiel“ ist die Partie am 12. November 1966 in Dortmund in die Geschichte eingegangen. Borussia dominierte in der ersten Halbzeit souverän und führte nach drei Toren des überragendemn Emmerich und einem Schalker Eigentor bereits mit 4:0 , als es zum Halbzeittee ging. Dann kam der Nebel mit fulminanter Wucht und füllte innerhalb von Minuten das Stadionrund. Doch Schiedsrichter Hennig aus Duisburg sah darin absolut keinen Grund, die Partie abzupfeifen. Er war läuferisch gut drauf und ständig auf der Höhe des Geschehens. Anders als die 41.000 Zuschauer, die sich im Dunklen wähnten, sah der Schiri nach eigener Aussage alles, aber auch wirklich alles. Als Wosab in der 46. Minute das 5:0 erzielte, gestatteten sich die Borussen einen „Nebelspaß“ par exzellence. Letztlich gingen sie schmunzelnd mit einem ungefährdeten 6:2 vom Platz.

Ein halbes Jahr später, Ende April 1967, folgte eine weitere Niederlage für die Knappen. Diesmal bezifferte sich die Heimpleite nach Treffern von Emmerich, Weber, Paul (Strafstoß) und Libuda bei einem Gegentor von Kraus auf 1:4.

Insgesamt erlebten die Besucher dieser sechs Derbys sagenhafte 37 Tore. Davon erzielte der BVB 29, der FC Schalke acht. Das macht in Durchschnitt unglaubliche 6,16 Treffer pro Spiel. Rekordtorschütze war Lothar „Emma“ Emmerich, der acht Mal und damit genauso oft traf, wie der FC Schalke insgesamt.

 

 

Ein Kooperationsbericht des BORUSSEUMs und der AG Tradition der BVB Fan- und Förderabteilung.

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