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BVB-Fanabteilung erfreut über Erfolg der „Kein Zwanni“-Aktion in Stuttgart

BVB-Fanabteilung erfreut über Erfolg der „Kein Zwanni“-Aktion in Stuttgart

Die BVB-Fanabteilung nimmt Stellung zum „Kein Zwanni“-Protest in Stuttgart.

Mit Freude nimmt der Vorstand der BVB-Fanabteilung mit ihren 16.000 Mitgliedern den Erfolg der „Kein Zwanni“-Aktion beim Pokalspiel des BVB in Stuttgart zur Kenntnis. Mittels einer 20-minütigen Blocksperre und einem Stimmungsboykott protestierten die Fans des BVB gegen die unverhältnismäßig hohen Eintrittspreise, die der VfB Stuttgart trotz entsprechender Intervention der Verantwortlichen von Borussia Dortmund, die wir ausdrücklich begrüßen, für das Pokalspiel aufgerufen hat. Der Protest richtete sich darüber hinaus gegen die in der Liga noch weit verbreiteten Topspielzuschläge in den Gästeblöcken und setzte erneut ein deutliches Zeichen gegen die besorgniserregende Preisspirale im deutschen Profifußball. Das (fast) durchweg positive, überregionale, mediale Echo auf den Boykott und die Tennisball-Aktion („Großes Tennis“) zeigt, dass derartige Fanproteste durchaus den Weg in die Öffentlichkeit finden und dort auch entsprechende Unterstützung erfahren. Ein Wermutstropfen war hierbei die unnötige Aktion Einzelner, einen Spieler bei einem Eckball gezielt zu bewerfen. Solche Taten können eine solch positive Gesamtaktion in ein schlechtes Licht rücken.

Fußball ist in Deutschland Volkssport und soll es auch bleiben. Die Teams aus den höheren Ligen sind Woche für Woche das Zugpferd für die Begeisterung junger Menschen für den Fußballsport. Viele Tausend Fans strömen regelmäßig in die Stadien der höheren Ligen. Doch mehr und mehr bringt der Besuch eines Fußballspiels eine hohe finanzielle Belastung mit sich.

Die Kampagne „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ möchte im Millionengeschäft Fußball ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es vielen Fans Jahr für Jahr aus finanziellen Gründen schwerer fällt, ihren Verein lautstark in den Stadien zu unterstützen. Durch die Verdrängung dieser Fans droht der Profisport den Bezug zu seinen Wurzeln und seine Attraktivität zu verlieren.  Besonders am Beispiel England, wo die Ausgrenzung unterer Einkommensschichten aus den Stadien längst bittere Realität geworden ist, lässt sich erkennen, wie sich eine derartige Verdrängungspolitik negativ auf die Stimmung in den Stadien und auf das Gesamtprodukt Fußball auswirken.

Der Vorstand der BVB-Fanabteilung sieht es in Vertretung seiner Mitglieder als seine Pflicht an, für eine faire Preisgestaltung im Profifußball einzustehen. Steigende Ticketpreise sind ein Problem, das die Fans aller Vereine angeht. Wir möchten hierüber nicht nur mit den Verantwortlichen des BVB im konstruktiven Dialog bleiben, sondern auch weiterhin ein öffentliches Bewusstsein für die Wichtigkeit sozialverträglicher Eintrittspreise erzeugen.

Der Vorstand der BVB Fan- und Förderabteilung

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