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28. März 1926: Der BVB ist „erstklassig“

28. März 1926: Der BVB ist „erstklassig“

Vor 90 Jahren, genau am 28. März 1926, machte sich der BVB selber ein tolles vorösterliches Geschenk: Durch einen ungefährdeten 5:1-Sieg über Viktoria 08 Dortmund stieg er zum ersten Mal in seiner Geschichte in die höchste deutsche Spielklasse, die „1. Ruhrbezirksklasse Gruppe Dortmund-Gelsenkirchen“, auf.

Alle Spieler, die an dem großen Erfolg beteiligt waren, kamen aus dem direkten Umfeld des Borsigplatzes. Sie hießen Jacobowitz, Kopacki, Weih, Hagedorn II, Schlabbers, Kniprath, Fischer, Zeitzer, Weiß, Wolf, Feldmann und Piotrowicz.

BVBFANABTEILUNG_AGTRADITION_Aufstieg1926

Der Vater des Aufstiegs war der BVB-Präsident Heinrich Schwaben. Der tatkräftige Fußball-Visionär hatte zwei Jahre zuvor auch den Ausbau der legendären „Weißen Wiese“ zum „Borussia-Sportplatz“ in die Wege geleitet. Später wurde er nach Franz Jacobi der zweite BVB-Ehrenpräsident der Vereinsgeschichte.

In der 1. Ruhrgebietsklasse warteten Gegner mit klangvollen Namen auf die Borussen: Der FC Schalke 04, Union Gelsenkirchen und der SV Erle 08 gehörten dazu, aber auch die Lokalrivalen DSC 95 und der VfB Alemmannia 97. Damit war der BVB, dessen erklärtes Ziel es war. fußballerisch die Nr. 1 in Dortmund zu werden, in den Kreis der drei besten Clubs seiner Heimatstadt vorgedrungen.

Leider vertraute der Schwaben-Vorstand in dieser Situation nicht auf die bewährten Akteure des Aufstiegs, sondern kaufte relativ wahllos aber teuer eine gänzlich neue Mannschaft zusammen, die allerdings kein homogenes Team war und ein Jahr später sang- und klanglos wieder abstieg. Das führte fast zum finanziellen Kollaps, den nur ein Griff Schwabens in die eigene Brieftasche verhinderte. Aus dem Beinahe-Desaster wurden dann jedoch die richtigen Lehren für die Zukunft gezogen: Der BVB setzte fortan auf eine gezielte Jugendarbeit und schuf damit die Grundlage für eine kontinuierlich positive Entwicklung, die in den 1930er Jahren mit dem Aufstieg in die Gauliga Westfalen einen ersten Höhepunkt fand. Das markanteste Beispiel für diese erfolgreiche Strategie war der spätere Nationalspieler August Lenz, der über die Schüler- und Jugendmannschaften des BVB den Weg in die 1. Mannschaft fand und deren erster Superstar wurde.

 

Ein Kooperationsbericht des BORUSSEUMs und der AG Tradition der BVB Fan- und Förderabteilung.

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