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26. Mai 1960: Erstes BVB-Spiel gegen Madrid

26. Mai 1960: Erstes BVB-Spiel gegen Madrid

Die Spiele zwischen dem BVB und Real Madrid sind legendär, waren häufig genug auch höchst spektakulär. Begonnen hat alles am 26. Mai 1960 in Sevilla. Der BVB war gemeinsam mit dem FC Valencia, Real Madrid und den Bolton Wanderers zu einem bedeutenden Vierer-Turnier eingeladen worden.

Das war eine große Ehre für den Deutschen Meister der Jahre 1956 und 1957, der in seinen ersten Europapokalspielen der Landesmeister eine ausgezeichnete Visitenkarte abgegeben und sich dadurch für wichtige internationale Aufgaben wie für dieses Turnier empfohlen hatte.

Real Madrid war in diesen Jahren fußballerisch zumindest in Europa, wenn nicht gar weltweit, das absolute Maß aller Dinge. Fünfmal in Folge hatte das legendäre „weiße Ballett“ von 1956 an den Europapokal der Landesmeister für sich entschieden und erst wenige Tage zuvor – am 18. Mai 1960 – im Hampden Park zu Glasgow, wo der BVB 1966 den ersten Europacup einer deutschen Fußballmannschaft errungen hatte, im Finale Eintracht Frankfurt mit 7:3 geradezu deklassiert.   Alfredo di Stefano mit drei und der alles überragende Linksfüßler Ferenc Puskas mit vier Treffern hatten die Eintracht quasi in ihre Einzelteile zerlegt.

Bereits in der ersten Turnier-Begegnung kreutzten die „Königlichen“  wie die Madrilenen auch genannt wurden, mit den Borussen die Klingen, die mit Kwiatkowski, Burgsmüller, Thiemann, Bracht, Steinkuhl, Kelbassa, Peters, Cyliax, Schmidt, Konietzka und Pritz nicht in bester Besetzung antraten und beispielsweise auf Schütz und Cieslarczyk verzichten mussten.

Der BVB spielte unabhängig davon angstfrei auf, war gleichwertig und hielt mehr als nur wacker mit. Zur Halbzeit stand es 0:0. Das war auch ein Verdienst des großartigen Keepers Heinrich Kwiatkowski, der überragend hielt und von der spanischen Presse als neuer Ricardo Zamorra gefeiert wurde, der damals als der beste Torwart aller Zeiten galt.

Die Schwarz-Gelben versteckten sich also nicht, suchten couragiert ihre Chancen und hatten durch Timo Konietzka und Aki Schmidt  durchaus eigene Möglichkeiten, die Real argentinischer Schlussmann Dominguez allerdings entschärfen konnte.

In den zweiten 45 Minuten setzte sich dann die überlegene individuelle Klasse der Spanier durch, die mit allen ihren Assen aufgelaufen waren. Santamaria, Canario, Cento oder Kopa wiesen nach, warum man weltweit einen so legendären Ruf als Ausnahmeteam genoss.

Die absoluten Superstars Alfredo di Stefano und Ferenc Puskas behielten es sich letztendlich – ähnlich wie gegen Frankfurt – vor, drei Zaubertore zu schießen und den BVB mit 3:0 – etwas zu hoch – zu besiegen.

Da der BVB wenig später die Bolton Wanderers mit 3:2 bezwang (eine Woche zuvor hatten die Borussen in der Roten Erde gegen die nickeligen Wanderers noch mit 0:1 verloren) und gegen Valencia 2:2 unentschieden spielte, belegte man in diesem hochklassigen Turnier einen ehrenvollen zweiten Platz und brachte einen tollen, mit Juwelen geschmückten Pokal mit nach Hause.