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21. August 1890: BVB-Vereinsgründer Gustav Müller geboren

21. August 1890: BVB-Vereinsgründer Gustav Müller geboren

Gustav Müller (untere Reihe, 2. v. links), der am 21. August 1890 in Dortmund das Licht der Welt erblickte, wäre heute 130 Jahre alt geworden.

Er gehört zu den berühmten 18 „Revoluzzern“, die am 19. Dezember im Restaurant „Zum Wildschütz“ in der Oesterholzstraße 60 den BVB gegründet haben, hat diese Tatsache aber mit sprichwörtlicher Bescheidenheit nur höchst selten an die oft zitierte „große Glocke“ gehängt.

Der gelernte Schlosser wurde 1913, also nur vier Jahre nach der Vereinsgründung, Marinesoldat und zog ein Jahr später mit zahlreichen weiteren Borussen in den 1. Weltkrieg, den er in seiner ganzen Länge bis 1918 erleben und erleiden musste. Mit angegriffener Gesundheit kam er im November 1918 nach Dortmund zurück. Die Erkrankung zwang ihn, seine aktive Zeit als BVB-Spieler an den Nagel zu hängen, was ihn sehr schmerzte.

Als Jugendleiter des BVB fand der „Gussi“, wie er liebevoll genannt wurde, ein neues, befriedigendes Arbeitsfeld, das er mit großem Enthusiasmus erfolgreich „bestellte“ und in seinem Sinne formte. Das hat sich insbesondere nach dem Abstieg aus der Ruhrbezirksklasse (damals die höchste deutsche Spielklasse) und den damit verbundene Turbulenzen ausgezahlt, denn danach setzte der BVB primär auf seine ausgezeichnete Jugendarbeit, die das „Qualitätssiegel“ des Vereinsgründers Gustav Müller trug

Jene, die ihn kannten und wertschätzten, wie beispielsweise der langjährige Vorsitzende des Ältestenrates Alois Scheffler und der sagenumwobene Vereinschronist Heinrich Karsten, unterstreichen übereinstimmend, dass Gussi Müller mit Leib und Seele ein bekennender Borusse gewesen ist, der praktisch sein ganzes Leben lang treu zum Verein stand und dem keine Arbeit für seinen Club zu schwierig oder zu umfangreich war.

Seit Beginn der 1950er Jahre verschlechterte sich der Gesundheitszustand Gustav Müllers mehr und mehr. Er litt immer noch an den Spätfolgen der Erkrankung aus dem 1. Weltkrieg. Am 21. September 1954 schloss er, gerade einmal 64 Jahre alt geworden, für immer die Augen.

Heute, an seinem Geburtstag, wollen wir dieses wichtigen Pioniers von Borussia Dortmund gedenken und ihm auf diesem Wege posthum für seine Courage bei der BVB-Gründung, seine langjährige unerschütterliche Vereins-Treue sowie seinen Arbeits-Einsatz danken.