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Familienduell gegen Braunschweig

Familienduell gegen Braunschweig

In meiner Familie ist das mit dem Fan-Sein ziemlich klar geregelt: Wir alle lassen auf den BVB nichts kommen. Eine winzige Ausnahme ist der kommende Freitag, an dem die Borussia auf Eintracht Braunschweig trifft.

Das Duell, dem ich auswärts zuletzt bei einem für uns ziemlich unerfreulichen Pokalspiel im August 2005 beiwohnen durfte, birgt familiäres Konfliktpotenzial. Denn dabei steht mein Vater ein kleines Bisschen auf der dunklen Seite der Macht. Er stammt gebürtig aus der Nähe von Braunschweig, und so konnte ich auch mit zahlreichen Stadionbesuchen in Dortmund nicht so stark erzieherisch auf ihn einwirken, dass er die Eintracht komplett aus dem Herzen bekam. Hinter all dem Schwarz und Gelb versteckt sich immer noch ein bisschen Blau und Gelb.

Die Pokalschmach von 2005 konnte so halbwegs erst mit dem Sieg über die Eintracht im Hinspiel dieser Saison getilgt werden. Mein Vater trug die Niederlage (im Gegensatz zu mir 2005) mit Fassung, der Rest der Familie bemühte sich im Gegenzug, ein guter Gewinner und sein und das „Nää nä nä nä nääää“ auf ein Minimum zu beschränken. Wir sind sicher, dass wir auch den nächsten Spieltag wie Erwachsene hinter uns bringen. Wenn – und davon gehe ich stark aus – der BVB gewinnt. Ich will ja keinen zusätzlichen Druck für die Mannschaft aufbauen, aber mein Vater ist in unserer Familie eindeutig der bessere Verlierer. Wäre also schön, wenn der Spielausgang dergestalt wäre, dass ich mein Elternhaus nicht erst wieder in drei Jahren besuchen kann.

Kirsten Konradi

Über die BVB | Fan- und Förderabteilung veröffentlichen BVB-Fans einmal in der Woche eine Fan-Kolumne in den Ruhr Nachrichten. Die dort veröffentlichten Meinungen / Kommentare spiegeln weder zwingend, noch bindend die Meinung der BVB | Fan- und Förderabteilung wieder.

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