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„Zum Erhalt der Fankultur“ – Fan Demo in Berlin

Am vergangenen Samstag morgen um 6 Uhr ging es für die Vertreter der Fanabteilung los. Ziel war die Fan Demo „Zum Erhalt der Fankultur“ in Berlin. Diese Demonstration war zwar nicht die Erste dieser Art, aber trotzdem hatte jeder, der daran teilnahm, eine Menge offener Fragen. –        Was erwartet mich? –        Wer erwartet mich? –        Wie viele Leute werden da sein? –        Welche Gruppen werden da sein? –        Bleibt es trotz der Rivalität untereinander friedlich? –        Wird die Polizei sich zurückhalten und deeskalierend wirken? All das sind sicherlich Fragen, die sich jeder Mitfahrer gestellt hat, denn es ist nicht einfach eine Demo zu organisieren, bei der Fan-Gruppierungen, die sich sonst keines Blickes würdigen, auf einmal nebeneinander laufen und für die gemeinsame Sache demonstrieren. Die BVB Fanabteilung veranstaltete vor Wochen einen Diskussionsabend mit dem Thema „Fanpolitik geht uns Alle an“. Genau das sollte man auch an diesem Tag in Berlin spüren! Die Teilnehmer waren bunt aus allen Gesellschaftsschichten zusammengewürfelt, ebenso wie der Fußball selbst. Sogenannte Kutten, Ultras und der „Fan von nebenan“ waren vertreten. Die Organisatoren riefen bereits im Vorfeld der Demonstration dazu auf, gemeinsam für die Sache einzutreten und Probleme untereinander beiseite zu legen. Genau das passierte an diesem Tag. Gemeinsam mit 9000 Fans wurde die Demonstration vom Alexanderplatz quer durch die Stadt vollzogen. Zahlreiche Passanten und Unbeteiligte waren beeindruckt von der farbenfrohen Masse, die singend durch die Straßen zog. Dabei waren zahlreiche Plakate und Banner zu sehen. Forderungen wie etwa: –        sozial verträgliche Eintrittspreise –        fanfreundliche Anstoßzeiten –        Stadionverbote erst nach einer rechtmäßigen Verurteilung –        Abschaffung der Datei Gewalttäter Sport –        Kennzeichnungspflicht von Polizisten sind dabei nur ein kleiner Auszug aus der riesigen Anzahl von Bannern. Zusammenfassend muss man sagen, dass diese Demostration eine sehr erfolgreiche und beeindruckende war, bei der aber auch das eigene Verhalten der letzten Jahre hinterfragt wurde. Fanszenen sollen sich selbst hinterfragen und ihre „schwarzen Schafe“ aus den Gruppen verbannen, damit man auch zukünftig die „Ultrabewegung“ in Deutschland vorantreiben kann, so die Meinung der Teilnehmer. Jojo Liebnau brachte dies bei seiner Rede vor 9000 Fans auf den Punkt: „Wir sind die Seele des Fußballs und haben die Schnauze gestrichen voll!“, so Liebnau. „Wann folgen den Sprechblasen des DFB und der  DFL endlich taten? Stadionverbote treiben die Jugend nicht in die heilende Isolation, sondern in die völlig falsche Richtung.“ „Fankultur, Liebe zum Verein und zu der Stadt kann nicht bedeuten, Material zu klauen oder unter der Woche wie ein Kleinkrimineller Einbrüche und Hausbesuche zu machen. Das passt nicht zusammen und ist Wasser auf die Mühlen derjenigen, die uns zerstören wollen. Fangt an in Euren Szenen aufzuräumen. Vielleicht denkt der Ein oder Andere mal nach, bevor er nächste Woche den nächsten sinnlosen Angriff startet.“ „Traurig ist jedoch, dass viele Szenen nicht an der Demo teilnehmen. Die Ultraszene sei von einer Doppelmoral geprägt, so die Begründung einiger Szenen. Doch genau das sollte Grund genug sein, an der Demo teilzunehmen und den Dialog zu suchen.“ Außerdem sagte Liebnau im Bezug auf das Mitspracherecht aller Fans: „Es gibt eine Waffe die wirksamer ist als alles Andere. Fans und Mitglieder haben ein Mitspracherecht, direkt bei den Vereinen und indirekt bei den Kapitalgesellschaften.“ „Sorgt dafür das die richtigen Leute in den wichtigen Gremien mitsprechen und unterstützt diejenigen, die bereit sind sich für Euch, den Verein und nicht für private Interessen einzusetzen. Das wird nicht leicht, aber nur über das Engagement für Vereinspolitik und die Entscheidungsträger in den Vereinen, haben wir die Chance den totalen Ausverkauf aufzuhalten. Macht Euch in Euren Vereinen unverzichtbar und bleibt Euch selber treu.“ „Wir haben, was man von Investoren und Mäzenen nicht kaufen kann. Leidenschaft, Zusammenhalt und ehrliches Interesse am Verein und am Sport.“, so Liebnau bei der Abschlussrede der Demo in Berlin. Eure BVB Fanabteilung

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