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Stellungnahme zu den Vorfällen in Thessaloniki

Stellungnahme zu den Vorfällen in Thessaloniki

Beim Gastspiel unserer Borussia bei PAOK Saloniki kam es im Stadion zu Auseinandersetzungen zwischen Teilen der BVB-Anhänger und der griechischen Polizei. Auslöser des Konflikts war das das gezielte Werfen von Pyrotechnik und das Abschießen von Leuchtspurmunition und Leuchtkugeln im bzw. aus dem Dortmunder Block heraus. Dabei waren nicht nur die Polizeikräfte Ziel der Angriffe, sondern auch Sanitäter, Ordner und unbeteiligte Zuschauer.

Die BVB Fan- und Förderabteilung hat sich bewusst dafür entschieden, mit vielen Beteiligten und Augenzeugen über die Vorfälle zu sprechen, um schlussendlich der Sache gerecht zu werden, eine pauschale Verurteilung zu vermeiden und Stellung beziehen zu können.

Die BVB-Fanabteilung verurteilt jegliche Form von Gewalt. Hierzu zählt für uns auch das gezielte Abfeuern und Werfen von Pyrotechnik auf Personen, egal ob es sich dabei um Polizisten, Sanitäter, Ordner oder andere Fans handelt.

Die übertrieben gewalttätige Reaktion der Polizei im Block, bei der auch unschuldige Fans angegriffen wurden und dem Einsatz von Schlagstöcken ausgesetzt waren, ist hierbei ebenso fragwürdig und verwerflich. Allerdings darf bei diesem Vorfall Ursache und Wirkung nicht vertauscht werden, denn der Fall stellt sich doch eindeutig dar.

Aufgrund der Erfahrungen anderer Vereine in Griechenland stand eine starke Polizeipräsenz und ein nicht unbedingt als deeskalierend einzustufendes Auftreten der Polizei zu befürchten. So gab es denn auch im Vorfeld einen eindringlichen Appell der Fanbetreuung, sich vor und im Stadion umsichtig zu verhalten und deeskalierend zu wirken. Die Verantwortlichen für die Pyrogeschosse aus unserem Block haben durch ihr Handeln trotz dieser Bitte im Vorfeld wissentlich auch Unbeteiligte aus den eigenen Reihen gefährdet.

Ein derart rücksichtsloses Verhalten stößt bei uns auf vollkommenes Unverständnis. Hier werden nicht nur Verletzungen auf beiden Seiten billigend in Kauf genommen, die eigenen Anhänger gefährdet und in Verruf gebracht, sondern man macht sich anscheinend auch keine Gedanken über die möglichen Konsequenzen für den gesamten Verein, für den man eigentlich alles zu geben bereit ist.

Selbst wenn man außer Acht ließe, dass das Team durch die Auseinandersetzungen bereits während des Spiels merklich abgelenkt wurde, drohen in Konsequenz hohe Strafen durch die UEFA. Da sich ein Teil unserer Auswärtsfahrer bereits in der Vergangenheit auf europäischer Bühne daneben benommen haben, sind der Entzug des gesamten Gästekontingents beim nächsten Auswärtsspiel, die Sperrung der Südtribüne oder gar ein Geisterspiel in unserem Stadion bei einer Partie in der Euro League schon längst keine leeren Drohszenarien mehr. Und spätestens dann leiden alle Fans des BVB unter dem Handeln einiger weniger.

Nicht zuletzt torpedieren diese Vorfälle die fanpolitische Arbeit und erschweren gerade im Hinblick auf die auch zu erwartenden empfindlichen finanziellen Konsequenzen einen sachbezogenen Dialog bei Themen wie Ticketpreisen, dem Kampf gegen die Kommerzialisierung und dem Einsatz für einen fanfreundlichen Stadionbesuch.

Jede geworfene Pyrofackel, jeder Einsatz von Leuchtspur oder Leuchtkugeln im Umfeld oder während eines Spiels gegen Personen sind ein neuer Schlag ins Gesicht aller friedlichen Fans und derjenigen, die sich größtenteils ehrenamtlich für die Rechte von Fans einsetzen.

Der Vorstand der BVB Fan- und Förderabteilung

 

 

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