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Sonderzug-Tour: Zwischen Glückselig- und Fassungslosigkeit

Knapp 300 Stunden ehrenamtliche Arbeit in der Vorbereitung, über 1500 Reservierungsanfragen und etliche endgültige Belegungsversionen später, rollte am Samstagmorgen der Fanabteilungssonderzug aus Münster gen München. Eine Tour mit vielen positiven Highlights und einigen unschönen Erscheinungen.

880 Borussen, 21 Ordner, 2 DRK-Mitarbeiter und die Zugcrew erreichten planmäßig und ohne große Probleme am Samstag zur Anstoßzeit der Nachmittagsspiele den (oberirdischen) Münchener Kopfbahnhof. Bereits um 6 Uhr hatten die rund 90 Münsteraner Mitfahrer die 15 Wagen geentert, der überwiegende Teil der Besatzung folgte eine gute Stunde später in Dortmund, auch die BVB-Fans in Köln und Frankfurt erreichten, bis auf ganz wenig Nicht-Erscheiner, voller Vorfreude ihr Abteil.

Ein Dank gilt an dieser Stelle den fleißigen Ordnern, die dafür sorgten, dass alle Ein- und Ausstiege auf Hin- und Rückfahrt ohne Probleme und schleunig von statten gingen. Wie gewünscht zeigten sich auch die reisenden Borussen zu dieser Zeit äußerst unkompliziert und verzichteten auf unnötiges Gedrängel oder das Mitbringen von Glasflaschen.

Schon auf der Hinfahrt platzte der Sambawagen aus allen Nähten und das Bier floss in strömen. Ausfälle konnten wir jedoch bei der Ankunft noch nicht verzeichnen – Respekt an die ein oder andere Leber. Lautstark ging es anschließend auf die Odyssee Richtung Fröttmaning. Bei einer Anfahrtszeit von locker 40 Minuten merkt man erst, wie gut wir es in Dortmund doch haben und wie unkomfortabel Vorortsstadien wie das Münchener für Bahnreisende sind.

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Zwei Stunden Übergangszeit zwischen Abpfiff und Abfahrt hatten wir im Vorhinein mit der Bahn aushandeln können, sehr wenig, wenn man die Verhältnisse an der U-Bahn-Station der Arena nach dem Spiel kennt. Trotz des überragenden Sieges beherzigten zum Glück alle Mitfahrer den Hinweis, nach dem Spiel schnellstmöglich den Rückweg anzutreten und so rollten wir pünktlich um 22.30 Uhr wieder zurück in Richtung Westfalen.

Bierreich ging es bis nach Nürnberg und entlang des Zuges feierten 900 Borussen den dritten Dreier bei den Bayern in Folge. In Franken zeigten dann gegen 0.30 Uhr die Bierfässer die Auswüchse der Siegesfeier: Gähnende Leere an allen Zapfhähnen. Der Caterer entschuldigte sich mit dem Hinweis „wir haben uns an den letzten Zugtouren mit euch orientiert“. Nun gut, damals haben wir auch nie drei Punkte aus München mitnehmen dürfen. Bis Frankfurt schwenkten wir im Sambawagen daher auf Cocktails um, ehe um 3.30 Uhr die letzte Runde eingeläutet und weiter zu (grausam schöner) Schlagermusik gefeiert wurde.

Bilder Abteile Sonderzu-1
Wieso allerdings für viele Feierei gleichbedeutend mit Sachbeschädigung und Verschmutzung sein muss, erschließt sich dem Orga-Team absolut nicht. Verstopfte Klos, flussartige Gänge entlang der Abteile, ausgehangene Türen, zerstörte Matratzen, Aufkleber an den Fenstern – so hatten wir uns das nicht vorgestellt. Dass gerade in den Wagen, die wir für BVB-Fanclubs reserviert hatten die Verwüstung am größten gewesen sein soll ärgert uns dabei besonders.

Mindestens genauso ärgerlich, dafür aber immerhin nicht durch Borussen verursacht, ist der Diebstahl mehrerer Wertgegenstände, während der Zug in München auf unserer Rückankunft wartete. Die Zugleitung konnte den Dieb zwar stören und auch einige Kameras „zurück erobern“, den Verbrecher aber leider nicht festhalten, sodass dieser entkommen konnte. Auf die Vermeidung solcher Vorfälle werden wir bei den nächsten Zugfahrten sicherlich ein Auge mehr werfen.

Der fünfte Sonderzug der Fanabteilung ist Geschichte und trotz der zuletzt genannten Vorfälle wird er uns als äußerst erfolgreich in Erinnerung bleiben. Ein Sieg in München, 900 feiernde Borussen im Zug und ein starker Gästeblock im Stadion – so haben wir uns den Start in die Highlight-Woche vorgestellt.

Danke an alle Ordner, das DJ-Team, das Deutsche Rote Kreuz, das Zugteam und zuletzt an alle Mitfahrer!

Wir sind Borussia!

Eure BVB | Fan- und Förderabteilung

 

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