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BVB | Fanabteilung lehnt aktuelle DFL-Vorlage „Sicheres Stadionerlebnis“ ab

Fußballfans aller 36 Vereine der ersten und zweiten Bundesliga beschäftigt das Ende September öffentlich gewordene Arbeitsergebnis der „Kommission Sicherheit“ der Deutschen Fußball Liga. Auf 33 Seiten sind mögliche Maßnahmen für die vermeintliche Verbesserung der Sicherheitssituation in und um Deutsche Fußballstadien aufgeführt. Die BVB | Fan- und Förderabteilung lehnt das Konzept in seiner aktuellen Form ab.

Kommission Sicherheit Mitgliederversammlung 27 09 2012-1Die BVB | Fan- und Förderabteilung hat sich nach Erhalt des Sicherheitspapiers intensiv mit den Ergebnissen der Kommission und den Vorschlägen beschäftigt. Nach Diskussion und Bewertung des Papiers und seiner Auswirkungen für die Fans von Borussia Dortmund war sie an Gesprächen mit den Vereinsvertretern des BVB in der DFL, dem Präsidenten Herrn Dr. Rauball und dem Dortmunder Vertreter in der „Kommission Sicherheit“, Herrn Dr. Hockenjos, beteiligt. Ziel dieser Gespräche war es, einen gemeinsamen Weg von Clubspitze und Fans zu finden, mit dem vorliegenden Papier aus der Sicht von Borussia Dortmund umzugehen.

Als Konsequenz dieses Austauschs und der Zusammenführung der vielen Anregungen und Vorschläge ihrer Mitglieder, kann die BVB | Fan- und Förderabteilung die DFL-Vorlage „Sicheres Stadionerlebnis“ in ihrer aktuellen Version nicht akzeptieren und lehnt das derzeitige Konzept ab.

Konzept muss gründlich und im Dialog überarbeitet werden

Die zeitliche Vorgabe für Anmerkungen und Stellungnahmen von Vereinsseite ließ einen zweckgemäßen, ausführlichen Dialog zwischen den Vereinen und ihren Fans nur völlig unzureichend zu. Der Beratungsprozess wurde durch die Tatsache, dass die BVB | Fan- und Förderabteilung, trotz Mitwirkung des BVB-Mitarbeiters Herrn Dr. Hockenjos, erst spät und nicht auf offiziellem Wege von der Erarbeitung des aktuellen Konzepts Kenntnis erlangte, nicht vereinfacht. Gleiches gilt für die beim DFB und der DFL installierten Fangremien AG Fanbelange und AG Stadionverbote sowie die führenden Fanverbände in Deutschland, die an der Erarbeitung des Papiers nicht beteiligt waren.

Stattdessen fordert die BVB | Fan- und Förderabteilung, als Vertretung von über 10.000 BVB-Fans im Verein Borussia Dortmund, die gründliche Überarbeitung des Konzepts unter konsequenter Einbeziehung und Mitentscheidung von Fanvertretern sowohl innerhalb des Vereins als auch in der „Kommission Sicherheit“. Für eine zielführende Diskussion und einen ernstgemeinten, offenen Dialog ist es dabei unerlässlich, dass die DFL die Frist zur Erarbeitung konstruktiver Lösungsvorschläge zunächst deutlich verlängert.

Fan-Kodex kann nur mit Fans entwickelt werden

fanabteilung-grossEine Vereinbarung, die von Fans und Vereinen mitgetragen werden soll, muss nach Ansicht der Fanabteilung von beiden Seiten gleichberechtigt erarbeitet werden und vereinstypische Besonderheiten berücksichtigen. Daher kann und sollte es kein einheitliches Konzept für alle Clubs des Ligaverbandes geben. Stattdessen sollten die Vereine mit ihren Fans lokale Lösungsansätze erarbeiten. Dass solche Konzepte auch Maßnahmen gegen Gewalt und Diskriminierung im Fußball beinhalten, wie es das DFL-Papier vorsieht, ist für die BVB | Fan- und Förderabteilung selbstverständlich.

In diesem Zusammenhang wird auch der Vorschlag für die Entwicklung eines Fankodexes nicht grundsätzlich negativ beurteilt. Eine Erarbeitung eines gemeinsamen Papiers bietet eine große Chance für alle Beteiligten, allerdings nicht in der vorliegenden Entwurfsfassung. Eine solche Vereinbarung muss von beiden Seiten mitgetragen und demnach auch mitentwickelt werden, um überhaupt einen positive Wirkung entfalten zu können. Die Ausgestaltung des Dialogs und die damit verbundene Zielsetzung sollten daher den Vereinen vorbehalten sein und nicht durch Liga und Verband vorgegeben werden.

Das konstruktive Gespräch mit den Fans muss in jedem Fall an erster Stelle stehen und darf nicht erst Ziel eines möglichen Fankodexes sein. Nur so können Absprachen getroffen werden, denen dauerhaft Akzeptanz zukommt und die auch – von beiden Seiten – eingehalten werden.

Wir begrüßen daher ausdrücklich die Etablierung eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Vereinen und ihren Fans als Grundstein für mögliche Vereinbarungen und ganz allgemein für ein besseres Verständnis zwischen allen Beteiligten.

In diesem Sinne wird die BVB | Fan- und Förderabteilung weiter den internen Dialog mit den Vertretern des BVB suchen und für konstruktive Vorschläge jederzeit zur Verfügung stehen. Gleichzeitig fordert sie die DFL dringend dazu auf, das vorliegende Konzept im Sinne eines guten Dialogs zwischen Fans, Vereinen und Verbänden grundlegend zu überarbeiten und bittet den BVB, sie bei diesem Anliegen zu unterstützen.

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