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Saisoneröffnungsgottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche

Saisoneröffnungsgottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche

Wenn man im BVB-Trikot zu „We are the Champions“ durch ein Kirchentor tritt, ist das schon besonders – und besonders sollte auch dieser Gottesdienst werden.

Zwei Tage vor dem ersten Spiel unseres BVB in der neuen Bundesligasaison versammelte sich in der Bild 2Dreifaltigkeitskirche nahe des Borsigplatzes ein schwarzgelbes Publikum, das bunter nicht hätte sein können. Unabhängig von Glauben oder Religion scharten sich die Gäste – ob bereits seit 80 Jahren BVB-Fan oder erst seit zwei Monaten auf der Welt – zahlreich in den Bänken, sodass zusätzlich mehrere Reihen Stühle herangeschafft werden mussten, um allen Besuchern eine Sitzmöglichkeit bieten zu können. Somit durfte Gemeindereferent Karsten Haug, als er die „besten Fans der Welt“ begrüßte, zudem zufrieden feststellen: Ausverkauft!

Gemeinsam mit Vikar Kornelius Heering stimmte Haug die Gäste auf die neue Saison ein. Und so betete man gemeinsam für das neue Trainerteam und die Mannschaft, die hoffentlich von Verletzungen verschont bleibe und für viele spannende Momente in der neuen Saison sorgen soll. Gespickt mit Seitenhieben gegen unseren Reviernachbarn, der auch in dieser Saison wieder nur vom Titel träumen soll, entwickelte sich eine entspannte, aber begeisterte Atmosphäre, deren BVB-bezogener Flair dadurch abgerundet wurde, dass die klassischen Kirchenlieder dem Vereins-Lied und „Leuchte auf“ weichen mussten.

Bild 3Highlight war sicherlich die Kanzelpredigt. Wer hier zu Wort kommt, der muss auch was bieten – und es wurde was geboten. Was der ehemalige WDR-Intendant, Dr. Fritz Pleitgen, bereits seit 1949 BVB-Fan, präsentierte, war an Charme, Witz und Einfallsreichtum kaum zu überbieten.

In seiner „kleinen Theologie über das Fußballspiel“ zeigte er, manchmal mit einem Augenzwinkern, wie nahe Fußball und Religion sich stehen. Nirgendwo wird intensiver gebetet und gehofft als auf dem Platz und auf den Rängen. Interessanterweise fand Dr. Pleitgen bereits in der Bibel Visionen von Fußball und dem euphorisierten Publikum auf der Südtribüne. Aber wenn davon gesprochen wird, dass man besonders seine Feinde lieben müsse, sieht auch Dr. Pleitgen ein, dass man im Fußball die Bibel nicht zu wörtlich nehmen sollte, wenn es um einen gewissen bayrischen Verein oder ungeliebte Reviernachbarn geht.

Im Anschluss nahmen Präsident Dr. Reinhard Rauball, BVB-Legende Siggi Held, Petra Stüker, Carsten Cramer sowie Torsten Schild die Jubiläumsstandarte entgegen und boten die Möglichkeit für zahlreiche Fotos.Beitragsbild

Zuletzt wandte sich Imam Yilmaz mit einem Gruß und den besten Wünschen für die neue Saison an das Publikum und komplettierte damit das Bild, dass der BVB-Gottesdienst alle Religionen vereint.

Nach dem von der Vereinshymne begleiteten Auszug aus der Kirche kamen die Gäste im Garten der Kirche zusammen, um, wie Karsten Haug mit einem lustigen Versprecher sagte, „noch gemütlich eine Bratwurst und ein Bier zu essen!“

Das Team ist bereit, die Messe gelesen, Gebete gesprochen – der Spieltag kann kommen.

 

 

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