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Qäbälä / Baku – Ein Erlebnis aus Tausend und einer Nacht

Qäbälä / Baku – Ein Erlebnis aus Tausend und einer Nacht

Qäbäla und Baku liegen in Aserbaidschan und sind die nächste Stationen auf unserer Europa-League-Reise, die wir Euch gerne vorstellen möchten. Aserbaidschan befindet sich in der Kaukasusregion im Einflussgebiet zwischen Europa und Asien und wird im Westen durch das Kaspische Meer begrenzt. Im Norden grenzt die Republik an Russland, im Nordwesten an Georgien, im Westen an Armenien und im Süden an den Iran.

Mit einer Gesamtfläche von 86.600 Quadratkilometern ist Aserbaidschan in etwa so groß wie Österreich. Obwohl Aserbaidschan ein Binnenland ist, hat es mit dem Kaspischen Meer den größten Salzsee der Welt und verfügt über einen rund 800 Kilometern langen Küstenabschnitt.

Über neun Millionen Menschen diverser Nationalitäten leben in Aserbaidschan, unter ihnen viele kleine Bevölkerungsgruppen mit eigenen Sprachen und Religionen. Die Hauptreligion aber ist der Islam, davon ca. 75% Schiiten und 25% Sunniten. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln eines islamisch geprägten Landes bewusst sein, diese respektieren und sich anpassen.

Aserbaidschan liegt in einer subtropischen Zone, weist allerdings erhebliche Klimaunterschiede auf. In den Niederungen herrscht Halbwüsten- und Steppenklima, in den Küstenabschnitten ein subtropisches und im Kaukasus ein alpines Klima mit schneebedeckten Gipfeln. Die Durchschnittstemperatur liegt im Oktober in der Regel zwischen 12° und 15° C.

Arne Müseler / www.arne-mueseler.de / pixelio.de

Baku Crystal Hall, Quelle: Arne Müseler / www.arne-mueseler.de / pixelio.de

Allgemeine Reiseinformationen: Grundsätzlich gilt Aserbaidschan als ein stabiles und sicheres Land mit einer sehr niedrigen Kriminalitätsrate. Aserbaidschaner gelten als freundliche Menschen, respektvoll gegenüber anderen Kulturen und Bräuchen.

Touristen sollten aber, insbesondere in der Dunkelheit, normale Vorsicht walten lassen. So erhöht das Zeigen von Wertgegenständen das persönliche Risiko und sollte unbedingt unterlassen werden. Weiter wird empfohlen, eine Fotokopie des Reisepasses mit sich zu führen, da die aserbaidschanische Polizei gelegentlich Ausweiskontrollen durchführt. Hält man sich an diese Regeln, sollte einem angenehmen Aufenthalt eigentlich nichts im Wege stehen.

Wichtige Information: Für die Einreise nach Aserbaidschan benötigen deutsche oder EU-Angehörige folgende Reisedokumente: 1. Reisepass, der drei Monate über das Reiseende hinaus gültig sein muss. 2. Deutsche, bzw. europäische Staatsangehörige brauchen zwingend ein Einreisevisum, welches vor Reiseantritt bei der aserbaidschanischen Botschaft in Berlin, bzw. einer anderen aserbaidschanischen Auslandsvertretung beantragt werden kann.

Qäbäla ist ein Rayon (entspricht etwa einem deutschen Landkreis) in Aserbaidschan, mit einer Grundfläche von 1.548 km² und einer Bevölkerungszahl von ca. 93.800 Einwohnern, verteilt auf 62 Siedlungen. Die Landschaft gehört zum Großen Kaukasus und grenzt im Norden an die Russische Föderation. Durch das überwiegend bewaldete Gebiet fließen die Flüsse Garachay  und Gochalanchay.

Gleichzeitig ist Qäbäla die Hauptstadt dieses Bezirkes mit ca. 13.200 Einwohnern. Sie liegt 220 km nordöstlich von der Hauptstadt Aserbaidschans Baku auf einer Höhe von 783 m. Für 600 Jahre war Qäbäla (damals „Kabbalah“) die Hauptstadt des kaukasischen Albaniens. Noch heute befinden sich hier die Ruinen und Haupttore aus dem 4.Jahrhundert v. Chr. der antiken Stadt, die vermutlich damals die Hauptstadt des Staates Albania war.

Aus verschiedenen Epochen stammt die große Anzahl an historischen und kulturellen Denkmälern. Ausgrabungen in der Nähe des Dorfes Chukhur bestätigen, dass Qäbälä vom IV. – III. Jahrhundert v. Chr. eine der wichtigsten Städte für den entwickelten Handel und Handwerk war.Entdeckt und registriert wurde Qäbälä allerdings erst im Jahre 1959 – „die Stadt, die aus der Antike kam“.

Am 22.10.2015 bestreitet der BVB im Rahmen der Gruppenphase der UEFA Europa-League sein Auswärtsspiel gegen den FK Qäbäla, allerdings in dem Stadion der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku.

581740_609341059086801_686255423_nVon dem International Airport Baku Heydar Aliyev, den man nach etwa 4 Stunden und 40 Minuten Flugzeit erreicht, benötigt man ca. 30 Minuten bis in die Innenstadt. Dabei können öffentliche Verkehrsmittel, wie die Metro oder Express Busse in Anspruch genommen werden.Grundsätzlich sind Taxifahrten in Baku eine preiswerte Alternative. Die einfachste und günstigste Fortbewegung ist jedoch die Baku Metro. Der Streckenplan ist übersichtlich; die Preise sehr moderat.

Baku ist mit zwei Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt des Landes und des gesamten Kaukasus. Sie liegt auf einer Landzunge am tiefblauen Kaspischen Meer. Berühmt ist Baku durch seine Erdölförderung vom Meeresgrund. Große Anlagen – die   „Neftjanye kamni“ wurden weit in das Kaspische Meer hinaus gebaut: Bohrtürme, Pumpstationen, die Wohnhäuser der Arbeiter, die verbindenden Straßen  – das sieht aus           wie eine futuristische schwimmende Stadt.

Andererseits ist Baku geprägt durch seine alten, berühmten Bauwerke aus dem Orient. Die Stadt wurde bereits im 8. und 9. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Aus jener Zeit blieben Spuren einiger Bauwerke erhalten, darunter die.historische Stadtbefestigung, mit seiner bekannten Stadtmauer, von der allerdings nur noch Ruinen stehen geblieben sind. Baku besitzt prächtige orientalische Bauten aus der Zeit der Besetzung durch die Perser, ein Mausoleum, mehrere Moscheen und ein orientalisches Bad. Aus dieser Zeit stammt die terrassenförmige Anordnung der Häuser am Hügel, die „aufgebaute“ Altstadt.

Die Altstadt von Baku mit seinen phantastisch renovierten Fassaden gehört zu dem UNESCO Weltkulturerbe, deren Anblick aber nicht allen Besucher gefällt. Es gibt allerdings   auch kritische Stimmen, die dieses Stadtbild wie in einer „Kulissen-Landschaft“ à la Las Vegas oder Hollywood beschreiben.

Die Metropole bietet seinen Besuchern zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten. Elemente diverser Kulturen und unterschiedlicher Baustile prägen die Millionenstadt und kreieren einen ganz besonderen Mix aus europäischen und orientalischen Einflüssen. Baku ist eine Universitätsstadt, die aufgrund ihrer zahlreichen jungen Besucher stark frequentiert wird.

1098178_609341289086778_1788445145_nEuropa und Orient „gut gemischt“: Viele kleine schmale Gassen, traditionelle Architektur und zahlreiche Restaurants laden zu einem Zwischenstopp ein. Gute und abwechslungsreiche deftige bürgerliche Kost bekommt man an den zahlreichen Imbissecken. Empfehlenswert ist die aserbaidschanische Spezialität „Pita“, ein Eintopf bestehend aus Hammelfleisch, Brühe und Gemüse: Wer lieber eine westliche Atmosphäre genießen möchte, findet in vielen Restaurants, Kneipen und Bars die Möglichkeit, deutsche, irische oder britische Speisen und Getränke zu sich zu nehmen. In puncto Nachtleben stehen dem Nachtschwärmer alle Türen und Tore offen. Angesagte Locations wie die Disco „Mirage“ mit Live-Shows und Wasserpfeifen-Zimmer, oder eher entspannte Treffpunkte wie die Q-Bar, warten mit einem gepflegten Cocktail auf ihre Nachtschwärmer.

In sportlicher Hinsicht hat die Metropole einiges anzubieten: 1992 wurde der aserbaidschanische Fußballverband (AFFA) gegründet und zwei Jahre später in die UEFA aufgenommen. Die Mitgliedschaft im europäischen Dachverband und seine finanzielle Unterstützung hatte einen positiven Effekt auf die fußballerische Entwicklung im ganzen Land. Das größte Stadion, das Baku Nationalstadion, wurde am 12.06.2015 für die ersten Europaspiele eingeweiht. Neben der Eröffnungs- und Abschlussfeier wurden dort die Leichtathletik Wettbewerbe ausgetragen.

Zudem erhielt Baku mit dem Nationalstadion von der UEFA den Zuschlag für drei Vorrundenspiele und ein Viertelfinalspiel der Fußball-Europameisterschaft 2020. Neben dem Nationalstadion kann Baku über weitere zwei Arenen verfügen: dem Tofiq- Bahramov-Stadion und der Bakcell Arena, in der unser BVB am 22.10.2015 zu Gast sein wird. Dort wird uns unser Europa-League-Gegner, der FK Qäbäla, als momentaner Tabellenzweiter der Aserbaidschanischen Premier League, empfangen. Mit einem Remis bei PAOK Saloniki und einer Niederlage gegen den FK Krasnodar liegen die Aserbaidschaner aktuell auf dem dritten Platz der Gruppe C. Die Gruppenersten und Gruppenzweiten qualifizieren sich für die Zwischenrunde.

Unabhängig vom Resultat dieser Partie wünschen wir allen Fans einen schönen Aufenthalt in der Stadt „aus tausend und einer Nacht“ – zwischen Europa und dem Orient!

 

 

 

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