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Pilotprojekt bei Stadionverboten – Die BVB Fanabteilung war mit dabei!

Gestern stellte der BVB ein Pilotprojekt für einen neuen Umgang mit Personen vor, denen gegenüber seitens Borussia ein Stadionverbot verhängt wurde. An der Entwicklung dieses Projektes war selbstverständlich auch die Fan & Förderabteilung beteiligt. Entgegen den Berichten auf der BVB-Homepage und in diversen Medien ging es bei der Diskussion jedoch nicht nur um die „Spitze der Dortmunder Fanszene“ (womit hauptsächlich die Ultra-Gruppierungen gemeint waren). Letztlich sollten/möchten auf der Tribüne oder im Stadion doch alle Fans und Anhänger gleich sein bzw. gleich behandelt werden. Gemeinsam mit den Verantwortlichen des BVB (inkl. Fanabteilung und Fanbetreuung), der Polizei, dem Fanprojekt Dortmund, den Sprechern von „The Unity“ und den „Jubos“ sowie den Kirchenvertretern arbeitete man zusammen an einem Konzept, welches sich gegen pauschale Strafen und willkürlich ausgesprochene Stadionverbote einsetzt. Während der Gespräche, bei dem alle beteiligten Parteien an einem „Runden Tisch“ saßen und sich konstruktiv und kontrovers austauschten, ging es im Übrigen auch darum gegenseitige Vorurteile abzubauen und die jeweils andere Seite besser kennen zu lernen. Marco Blumberg, Abteilungsleiter der Fanabteilung, der keiner Ultragruppierung angehört aber dennoch ein sogenannter „Allesfahrer“ ist, hatte so die Möglichkeit, die Situation aus Sicht eines „normalen“ Fans gegenüber der Polizei zu schildern. Schließlich sind ja nicht nur Mitglieder von Ultra-Gruppierungen von „gewissen Umständen“ betroffen. „Ich freue mich sehr, dass die BVB Fan & Förderabteilung an diesem wichtigen und nötigen Konzept mitarbeiten durfte“, so Blumberg. Auch wenn der BVB sich natürlich weiterhin an die Stadionverbotsrichtlinien halten muss und selbstverständlich auch weiterhin das Hausrecht in Dortmund inne hat, gibt es nun eine neue Chance für Fans, denen ein Stadionverbot bevorsteht oder die sogar bereits Eines erhalten haben. So kann ein BVB-Fan, welcher von Borussia Dortmund ein Stadionverbot erhalten hat, bei Borussia einen Antrag auf Aussetzung seines Stadionverbots stellen. Gemeinsam entscheiden dann der BVB und Propst Andreas Coersmeier über diesen Antrag. Erstmals und wohl einmalig in der Bundesliga entscheidet nun also auch eine unparteiische Person über die Möglichkeit, ob einem „jungen“ BVB-Fan eine Chance auf Wiedergutmachung gegeben wird. Das Gremium kann dem Fan durch Ableistung eines sozialen Dienstes – etwa durch Arbeitsstunden in einem Dortmunder Altenheim oder einer Jugendhilfeeinrichtung – früher die Möglichkeit geben, den BVB wieder live im Stadion erleben zu können. Besonders der für die betroffenen Fans wichtige Punkt, dass jeder Fall gesondert beurteilt wird, soll durch die Zusammenarbeit mit Propst Coersmeier beim neuen Dortmunder Konzept Beachtung finden. „Der BVB sollte sich immer wieder seiner sozialen Verantwortung stellen – und dies tut er sicherlich auch durch dieses Projekt “, so Marco Blumberg. „Es ist wichtig, dass der Verein, der wie kein zweiter in Deutschland von seinen Fans profitiert, diesen Fans auch immer wieder etwas mehr zurück gibt als „nur“ die sportlichen Erfolge.“ Natürlich wird die BVB  Fan & Förderabteilung auch weiterhin im Namen der Fans das Projekt und den Runden Tisch begleiten und steht allen Betroffenen oder am Thema Interessierten jederzeit gerne zur Beratung oder zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. BVB | FAN & FÖRDERABTEILUNG

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