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Fan-Demonstration: Für den Erhalt der Fankultur

Wer in den Tagen vor der Demonstration „Für den Erhalt der Fankultur“ die zahlreichen Medienberichte überhört und übersehen hatte, der staunte am Samstagmorgen beim Gang Richtung Dortmund Stadtgarten nicht schlecht: Knapp 2500 BVB-Fans versammelten sich trotz eisiger Temperaturen am „Platz an der alten Synagoge“, um gemeinsam zu demonstrieren. Die BVB | Fan- und Förderabteilung war gemeinsam mit den drei Ultragruppen und anderen Fanorganisationen aktiv dabei.

Ungewöhnlich still war es in den deutschen Stadien an den Spieltagen 14 bis 16. Im Rahmen der Boykottaktion „12:12 – Ohne Stimme keine Stimmung“ fand auch die Demonstration in Dortmund statt. Hintergrund war das umstrittene Konzept  „Sicheres Stadionerlebnis“ der DFL. Bei der Demonstration kam es den Veranstaltern jedoch darauf an, dass nicht gegen etwas protestiert wurde, sondern vielmehr auf positive Weise gezeigt werden konnte, wie bunt und vielfältig die Fankultur beim BVB ist.

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Friedlich und farbenfroh wanderten 2500 Dortmunder Fußball-Fans über die Hohe Straße Richtung Stadion und brachten ihren Willen durch lautstarke Gesänge zum Ausdruck. Viele Fans hatten eigene Spruchbänder und Doppelhalter entworfen und unterstützen das Bild durch zahlreiche Fahnen. Ohne Zwischenfälle ging es von der alten Synagoge bis an die Strobelallee. Demo-Anmelderin Beatrix Schleiken von der BVB| Fan- und Förderabteilung zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der Demonstration. „Ich bin absolut begeistert“, so Schleiken.

Der Fußball lebt durch seine Fans

Bevor es aber auf die Straße ging, richtete Oliver Ricken, Vorstandsmitglied der Dortmunder Fangruppe „The Unity“, einige Worte an die Fans. „Wir sehen keinen anderen Weg, als zu demonstrieren“, erklärte Ricken. „Natürlich gibt es Probleme, doch dieses Papier gefährdet die Fankultur und macht die Situation nur schlimmer.“ Ricken appellierte an die DFL, „den Fußball nicht auf’s Spiel“ zu setzen. Die deutsche Fankultur sei laut Ricken sehr lebendig und werde im Ausland oft bewundert. Gerade deshalb sei es wichtig, offen mit den Fans zu reden und in einem fairen Dialog zu gemeinsamen Ergebnissen zu kommen.  

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Auch Rüdiger Raguse vom Fanclub Heinrich Czerkus warnte davor, dass man es in Deutschland nicht zu englischen Verhältnissen kommen lassen dürfe, in denen die Fankultur so gut wie verbannt ist. Raguse sorgte für ein Highlight, indem er NRW-Innenminister Ralf Jäger offiziell zum Pokalheimspiel gegen Hannover 96 auf die Südtribüne einlud, um ihm die bereits jetzt gewährleistete Sicherheit während eines Stadionbesuchs zu zeigen.

 

Fankultur erhalten –
durch beidseitige Kompromissbereitschaft

Auf der Abschlusskundgebung sprach dann Daniel Nowara, einer der FA-Vertreter bei „Unsere Kurve“, zu den Fans und mahnte: „Wir sollten uns überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist, wegen Pyrotechnik all die anderen lebendigen Bestandteile unserer Fankultur zu gefährden.“ Schließlich seien nicht nur die Verbände zu Kompromissen gegenüber den Fans gefordert, sondern auch die Fans müssten ihren Teil zu einer lebendigen Fankultur beitragen.

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Die BVB | Fan- und Förderabteilung wird sich auch in Zukunft für einen Erhalt der positiven Fankultur einsetzen. Dazu gehört insbesondere, dass Stadionbesucher ohne Vollkörperkontrollen die Stadien besuchen können, dass Schals und Fahnen ohne Einschränkungen mitgebracht werden dürfen und vor allem dass Stehplätze eine Selbstverständlichkeit bleiben. Gleichzeitig unterstützt die Fanabteilung die Worte ihres Vertreters Daniel Nowara. Bislang haben sich die BVB-Fans auf eindrucksvolle Art für die Erhalt der Fankultur eingesetzt –  auch und vor allem ohne den Einsatz von Pyrotechnik. 

 

Die gemeinsamen Aktionen in den vergangenen Wochen und nicht zuletzt die Demonstration am letzten Samstag haben gezeigt, dass wir Fans viel erreichen können, wenn wir mit einer Stimme sprechen.

Für die BVB | Fan- und Förderabteilung ist es wichtig, nun nicht an dieser Stelle stehen zu bleiben, sondern den Weg gemeinsam weiterzugehen. Sie fordert daher alle Beteiligten auch weiterhin zur Kompromiss- und Dialogbereitschaft auf.
 

Fotos zur Demo

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