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Ein zweigeteilter Auftritt der besten Fans der Bundesliga

Das Gute vorweg: unser riesiger mitgereister Anhang hat sich trotz eines eher mäßigen Spiels und der enttäuschten Hoffnungen stimmungstechnisch wieder sehr nah am Optimum bewegt. Dass es uns gelungen ist, auch Auswärts eine echte gelbe Wand zu präsentieren, hatte sehr viel Charme und hat auch bei den gegnerischen Fans für große Anerkennung gesorgt. Ein sehr gutes Gefühl, aus dem Oberrang nur gelbe Trikots und Shirts zu sehen. Die Freude über den in dieser Hinsicht gelungenen Auftritt kann und darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir auch wieder Dinge gesehen haben, die wir einfach nur als sehr unschön bezeichnen können und die wir als Dortmunder eigentlich gehofft hatten, nicht mehr sehen zu müssen! Dabei meine ich nicht einmal den ungewohnt großen Einsatz von Pyrotechnik, der noch seine üblichen Konsequenzen nach sich ziehen wird. Viel schlimmer und beschämender war für mich und viele andere Dortmund-Fans die Tatsache, dass es auch in unseren Fanreihen wieder Leute gibt, die geklaute (juristisch präzise in den meisten Fällen wohl eher geraubte) gegnerische Fanutensilien präsentieren und sich mit ihren Straftaten sogar noch öffentlich brüsten. Dass es in einer so großen Fangruppe wie der unseren immer einige schwarze Schafe gibt, lässt sich nicht vermeiden. Aber die Tatsache, dass die geklauten Fanutensilien derart lange im Block präsentiert werden konnten, ohne dass sich dort Widerstand gebildet hat, zeigt, dass offensichtlich insgesamt ein Unrechtsbewusstsein für derartiges Verhalten fehlt. Und das finde ich ziemlich schockierend. Es handelt sich hierbei immerhin um ein Verbrechen, welches mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr bestraft wird. Damit aber noch nicht genug. Nach dem Spiel ging es mit dem unglaublichen Fehlverhalten einiger BVB-Fans weiter. In Rheydt wurde neben dem Netto Markt, welcher durch Diebstahl und Sachbeschädigung arg in Mitleidenschaft gezogen wurde, ein kompletter Kiosk leer geklaut und umstehende Fans wurden auch noch dazu ermutigt, sich daran zu beteiligen. Erst der Einsatz eines Mannschaftswagens der Polizei konnte diesem Trauerspiel ein Ende bereiten. Auch wenn die Organisation vielleicht nicht unbedingt zufriedenstellend  und der Wunsch nach kalten Getränken nachvollziehbar war, vermag das jedoch nicht ansatzweise das verbrecherische Verhalten einiger Fans zu rechtfertigen. Es ist für mich absolut unverständlich, was manche Fans sich erlauben, wenn sie unterwegs sind. Es muss doch wohl jedem klar sein, dass ein solches Verhalten ein schlechtes Licht auf alle Fußball-Fans wirft und das Ansehen des ganzen BVB beschmutzt. Und schließlich darf man sich nicht wundern, wenn dann auch die Polizei den Fans gegenüber voreingenommen auftritt. Bei solchen Straftaten sind wir alle gefordert. Wir müssen diesen Personen zeigen, dass die meisten BVB-Fans dieses Verhalten nicht nur nicht tolerieren, sondern auch verurteilen und verachten. Ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, den BVB und seine Fans schnell wieder ins richtige Licht zu rücken und appelliere an alle, sich dementsprechend zu verhalten. Zahlenmäßig und farblich war es am Samstag ein perfekter Auftritt – der Rest war einfach nur peinlich. Marco Blumberg BVB | Fan- und Förderabteilung

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