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DFB, DFL & GdP: Kongress „Feindbilder ins Abseits“

Am 12. Januar stand ein weiterer Termin auf dem Plan: Der DFB hatte mit der DFL und der GdP zusammen zum Kongress „Feindbilder ins Abseits“ eingeladen. Für die BVB-Fan & Förderabteilung und die IG „Unsere Kurve“ machte sich Tobias Westerfellhaus auf den Weg nach Frankfurt. Bei diesem Kongress sollte es darum gehen, Feindbilder abzubauen und die Kommunikation untereinander erfolgreicher zu gestalten. Eingeladen waren Fanvertreter großer Vereinigungen, Funktionäre, Polizisten und weitere Vertreter aus verschiedenen Gremien. Pünktlich starteten die Redner mit ihren Grundsatzstatements und eröffneten den Tag mit verschiedensten Thesen und Forderungen. Die Vorschläge des Bundesvorsitzenden der GdP, wie etwa eine Ausweitung des Stadionverbots bis in die 5. Liga, ein Reiseverbot für Stadionverbotler mit der Deutschen Bahn an Spieltagen oder auch eine noch kurzfristige Entzerrung von Spieltagen bis zu 1 Woche vor Spielbeginn wurden durch Dr. Theo Zwanziger und Harald Strutz ebenso abgelehnt, wie ein Alkoholverbot in der Deutschen Bahn. Herr Zwanziger verstehe zwar, dass Herr Witthaut sich für die Polizisten einsetze, jedoch ist der Fussball nicht der alleinige Grund für die Überlastung der Polizei. Weiter sagte er: „Fussball ist das Leben, das Leben findet hier statt, dort wo pro Woche 160000 Mannschaften auf dem Platz stehen und einer Leidenschaft nachgehen.“ Darüber hinaus sagte er, dass sich ebenso wie im Spiel selbst manchmal Emotionen ergeben, die sich nicht vermeiden lassen. Natürlich sprach er sich klar gegen kriminelle Handlungen aus, wies aber darauf hin, dass es negative Stimmungen überall gäbe, beispielsweise an Schulen, auf den Straßen etc. und man gesellschaftliche Versäumnisse nicht allein als Verband wieder ausbügeln kann. Allerdings beteilige man sich z.B. durch Fanprojekte und Projekte mit Bildungshintergrund daran dieser negativen Stimmung Entgegen zu steuern. Foto: bundesliga.de Auch Harald Strutz sagte, dass gesellschaftliche Probleme nicht auf den Sport abgewälzt werden dürfen. Man sollte eher einen Dialog suchen, als mit populistischen Aussagen durch Verantwortliche der Polizei an die Öffentlichkeit zu gehen. Beim Kongress kamen noch einige weitere Redner zu Wort, Herr Pilz stellte eine Präsentation zum Thema Gewalt vor, bevor Friedrich Eichele (Präsident Bundesbereitschaftspolizei), Thomas Beckmann (Leiter Fanprojekt Mainz) und Sandra Smisek (Polizistin, Nationalspielerin) zu ihren Beiträgen aufs Podium kamen. Nach einer Unterbrechung kamen noch Johannes Liebnau, (Ultragruppe CFHH), Heinz Lennartz (Hundertschaftführer MG), Christoph Ruf (freier Journalist) und Jens Volke (Fanbeauftragter Borussia Dortmund) zu Wort und stellten ihre Thesen vor. Johannes Liebnau stellte zudem einen witzigen aber auch sehr interessanten Vergleich auf, der auf die unsinnigen Regelungen in den verschiedenen Stadien aufmerksam machte, indem er 2 Fahnenstöcke (Kabelrohre) mit verschiedenen Maßen in die Luft hielt und die Frage stellte, wo der Unterschied läge, bzw. wieso die eine Stange im Stadion 1 verboten ist weil sie zu lang sei, die andere im Stadion 2 weil die zu dick sei. Auch die Gäste konnten auf diese Frage keine Antwort finden. Im Anschluss gab es eine Podiumsdiskussion, bei der sich die Gäste über Themen wie die Kennzeichnungspflicht und den Einsatz der SKB´s unterhielten und konstruktiv diskutierten. Alle Beteiligten sprachen sich für weitere Termine aus und bekundeten ihr Interesse an einer positiven Zusammenarbeit und einem konstruktiven Dialog. Videos der Reden und auch von der PK findet ihr im Internet (DFB TV) auf www.dfb.de BVB | FAN & FÖRDERABTEILUNG Tobias Westerfellhaus

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