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„Borussia verbindet Generationen, Männer und Frauen, alle Nationen“. Und das ohne Wenn und Aber.

„Borussia verbindet Generationen, Männer und Frauen, alle Nationen“. Und das ohne Wenn und Aber.

Am Donnerstag stellte der europäische Fußballverband sein Untersuchungsverfahren wegen rassistischer Beleidigungen gegen Atalanta Bergamo ein. Borussia Dortmunds Stürmer Michy Batshuayi wurde während der Partie zwischen Atalanta Bergamo und dem BVB am 22. Februar Opfer von rassistischen Anfeindungen durch Bergamo-Anhänger. Affenrufe begleiteten den Auftritt unseres belgischen Leih-Stürmers im Europa-League-Sechszehntelfinale.
Batshuayi sprach das Thema schon kurz nach der Partie an, beschwerte sich via Social Media. Auch anwesende BVB-Fans bestätigten diese Vorfälle. Borussia Dortmund stellte sich damals hinter seinen Spieler, tut bekanntlich selbst viel gegen Rassismus. Hier sei beispielhaft nur die Aktion „Kein Bier für Rassisten“ genannt, die die BVB Fan- und Förderabteilung vor einigen Jahren initiiert hat.

Auch die Uefa engagiert sich seit vielen Jahren zumindest vordergründig gegen jedliche Art von Diskriminierung, Rassismus und Intoleranz im Fußball. Werbungen für die Uefa-Kampagne #notoracism wird von vielen Fußballstars (Lionel Messi, Cristiano Ronaldo, Didier Drogba uvm.), ob schwarz, weiß, männlich oder weiblich in aufwendig produzierten Filmen unterstützt. Bei unseren Spielen im Stadion ziert dieser No-racism-Slogan Werbebanden, immer wieder laufen Mannschaften und Ballkinder mit entsprechenden T-Shirts oder Transparenten aufs Spielfeld auf. Norbert Dickel verliest vor jedem Spiel ein entsprechendes Statement. Der BVB und wir, die BVB Fan- und Förderabteilung, unterstützen den Sinn dieser Aktionen vollends. Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art darf in Fußballstadien keinen Platz haben.

Umso überraschter waren wir am Donnerstag, als die Uefa das Verfahren wegen rassistischer Beleidigungen gegen Anhänger von Atalanta Bergamo einstellte. Wir sind sehr irritiert ob dieses Zeichens. Denn damit führt die Uefa ihre eigenen Kampagnen ad absurdum und legitimiert Rassismus in europäischen Fußballstadien. Wieder einmal beweist die Uefa damit, dass in konkreten Situationen, wenn es wirklich darum geht, konkret gegen Rassismus vorzugehen eine entsprechende Reaktion ausbleibt. So wirkt es auf uns so, als nutze die Uefa die wichtigen und richtigen Kampagnen schlussendlich nur als Slogan allein zur Image Förderung. Beispielhaft sei an dieser Stelle auch das Verbot des Banners „Borussia verbindet Generationen. Männer und Frauen alle Nationen“ erwähnt, dessen Einsatz bei einem Champions League Spiel seitens der UEFA aus CI Gründen vor einiger Zeit bereits verboten wurde.
Dabei hatte die Uefa die Regeln und Strafen für rassistische Beleidigungen selbst geschaffen und im Jahr 2013 sogar verschärft. „Bei rassistischen Auswüchsen durch Zuschauer erfolgt ein teilweiser (nach erstem Vorfall) oder ein kompletter Ausschluss (nach weiteren Vorkommnissen) plus 50.000 Euro Strafe“, hieß es damals.
Wir, die BVB Fan- und Förderabteilung, fordern die Uefa auf, sich an die eigenen Regeln zu halten und Rassismus und Diskriminierung zu bestrafen und mit jeglicher Konsequenz aus dem Stadion zu verbannen.

Wir bei Borussia Dortmund stehen für einen weltoffenen Fußball und stehen hinter unserem eigenen Slogan „Borussia verbindet Generationen, Männer und Frauen, alle Nationen“. Und das ohne Wenn und Aber.

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