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Fans, Politik, Polizei – Podiumsdiskussion im Kino im U

Fans, Politik, Polizei – Podiumsdiskussion im Kino im U

Am 16. November lädt die Fanabteilung zu einer Podiumsdiskussion ins Kino im U ein. Politiker und Fanvertreter diskutieren dann über fanpolitische Themen rund um den Fußball. Organisiert wird die Diskussionsrunde von der AG Fanpolitik.

PodiumsdiskussionDie Anreisewege zu Fußballbundesligaspielen sind stets an der Belastungsgrenze. Tausende Anhänger strömen zu den Spielstätten und es bedarf einem hohen Maß an Organisation, sodass jeder Zuschauer pünktlich zum Anpfiff seinen Platz erreicht. Besonders Fans, die mit zu den Auswärtsspielen ihrer Mannschaft reisen,  erfahren oftmals Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit im Umfeld des jeweiligen Stadions, da sie sich nur auf vorgegebenen Wegen bewegen dürfen. Ein Kaltgetränk und ein kleiner Snack in der Innenstadt oder der Gang zur Toilette? Nur sehr selten uneingeschränkt möglich. Die Maßnahmen sollen der eigenen, sowie der Sicherheit anderer Fußballfans dienen, oft entsteht jedoch der Eindruck,  dass eine  sich im Kontext eines Fußballspiels bewegende Person weniger Rechte zu haben scheint, als dies im fußballfremden Alltag der Fall wäre. Gilt der Grundsatz „Gleiches Recht für jedermann“ etwa beim Fußball nur eingeschränkt?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, lädt die AG Fanpolitik der BVB Fan- und Förderabteilung zu einer Podiumsdiskussion am 16. November im Kinosaal des Dortmunder U, während derer Moderator Gregor Schnittker mit seinen Gästen fanrelevante innen- und sicherheitspolitische Fragen zu beantworten versucht. Dazu begrüßt er auf dem Podium die NRW-Landtagsabgeordneten Josefine Paul (Bündnis 90/Die Grünen), Werner Lohn (CDU) und Markus Weske (SPD). Tobias Westerfellhaus, Vorstandsmitglied der BVB Fan- und Förderabteilung und ein weiterer Vertreter der aktiven Dortmunder Fanszene schildern die Wahrnehmung und Selbsterfahrung sicherheitspolitischer Maßnahmen im Umfeld eines Fußballspiels aus der Sicht der von den Einschränkungen betroffenen Fans. Ergänzt wird die Runde durch Rechtsanwalt Stefan Witte, der die momentanen juristischen Grundlagen und mögliche Handlungsalternativen einordnen wird.

Die Bewegungsfreiheit von Fußballfans vor, während und nach einem Auswärtsspiel wird jedoch nicht das einzige Thema des Abends sein.  Welche Rechte haben Fußballfans, weichen diese vom alltäglichen Kontext ab? Auf der anderen Seite muss auch hinterfragt werden, welche rechtlichen Möglichkeiten der Polizei zur Verfügung stehen, aber auch, welche Pflichten diesen gegenüberstehen. Gibt es Beispiele von besser funktionierender Polizeiarbeit und bilateraler Kooperation?

IMG_8388 (002)Besonders wenn Fans von eingesetzten Polizeikräften, beispielsweise durch Pfefferspray, verletzt werden, stellt sich die Frage, wie weitreichend die Kompetenzen und Befugnisse der Polizei sind und wie eventuelles Fehlverhalten von Polizeibeamten neutral und objektiv verfolgt werden kann. Nicht zuletzt die im  Koalitionsvertrag der aktuellen rot-grünen nordrhein-westfälischen Landesregierung festgeschriebene, bisher aber nicht umgesetzte, Einführung einer Kennzeichnungspflicht für Polizisten in NRW erschwert die Aufklärung von Verfehlungen auf Seiten der Polizei.

Weitergehend werden durch Fans und einige Vereine die Urteile der DFB-Sportgerichtbarkeit auf Grund verschiedenster Ursachen kritisiert, beispielsweise, da unterschiedliche Vereine  für vergleichbare Vergehen ihrer Anhänger zum Teil sehr abweichend bestraft werden und Urteile nur selten Grundsatzcharakter haben. Zusätzlich wirft die durch das Urteil des Bundesgerichtshofes vom 22.09.2016 ermöglichte Umlagerung von Strafen von Vereinen auf Fans viele Fragen auf und schürt auf Seiten der aktiven Fanszenen Ängste vor einer „Ersatzjustiz DFB“. Hält die Rechtsprechung des DFB vor Strafgerichten stand? In welcher Höhe können Strafen an Fans weitergereicht werden? Wird das zur Zerstörung von Existenzen führen? All diese Fragen sollen am 16.11.  von den Podiumsteilnehmern im „Kino im U“ diskutiert werden. Um eine lebhafte Debatte zu ermöglichen, sind alle Besucher/innen zur Teilhabe an der Gesprächsrunde durch Nachfragen und Diskussionsbeiträge eingeladen.

Wir freuen uns gemeinsam mit euch und unseren Gästen auf einen interessanten Abend. Die Veranstaltung beginnt um 19.09 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Mehr zur Diskussion erfahrt ihr in unserer letzten FanOmenal-Sendung.

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