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1965: „Auftakt“ für den Triumph von Glasgow

1965: „Auftakt“ für den Triumph von Glasgow

Nach dem ersten Gewinn des DFB-Pokals 1965 schaute der BVB mit Vorfreude auf den europäischen Pokalsieger-Wettbewerb 1965/66, an dessen ruhmreichem Ende ja der erste Europacupsieg eines deutschen Clubs überhaupt stehen sollte.

Der Weg dorthin allerdings war nicht einfach und für die Borussen zunächst mit zwei Qualifikationsspielen „gepflastert“. Als Gegner wurde Maltas Meister FC Floriana La Valetta zugelost. Also machte sich eine kleine BVB-Equipe, die durch den deutschen Konsul vor Ort sowie ein paar Touristen verstärkt wurde, auf den Weg, besser gesagt, auf den Flug zur Mittelmeerinsel mit dem bekannt tollen Klima, um am 29. 9. 1965 das Hinspiel betreiten zu können.

Auch Torhüter Hans Tilkowski war kurzfristig zum BVB-Tross gestoßen. Er hatte noch drei Tage zuvor beim 2:1-Sieg der Deutschen Nationalmannachaft im WM-Quali-Match gegen Schweden in Stockholm im Kasten gestanden und war unmittelbar nach der Partie geschwind per Flieger in Richtung Malta aufgebrochen.

In La Valetta, der Hauptstadt Maltas mit damals 18.000 Einwohnern, herrschte eine geradezu tropische Hitze, die den gut 6.000 Besuchern ebenso wie dem Gastteam aus dem frühherbstlichen Dortmund das Atmen schwer machte. Hinzu kam eine Sportanlage mit einem steinharten Boden, sodass die Borussen knapp 20 Minuten benötigten, um sich zu akklimatisieren. Dann aber hatte man „alles im Griff“ und spielte frisch auf.

Folgerichtig fiel das erste Borussentor in der 24. Minute durch Lothar Emmerich, dem allerdings das 1:1 (27.Cauchi) praktisch auf dem Fuße folgte. Danach entwickelte sich ein munteres, gutklassiges Match, das unter der Leitung von
Schiedsrichter Righi aus Italien dem Publikum richtig Freude machte. Mit dem weiteren Toreschießen warteten die Borussen dann bis nach der Halbzeit.

Das 1:2 besorgte Reinhold Wosab (57.), das 1:3 markierte Siggi Held (62.), das 1:4 „gönnte“ sich erneut der zum Verteidiger umfunktionierte Wosab (66) und das 1:5 ging auf das Konto von Neuzugang Jürgen Weber, der aus Schüren zum BVB
gewechselt war. Insgesamt also ein sicherer, ein souveräner Sieg des deutschen Pokalsiegers Borussia Dortmund (BVB: Tilkowski, Wosab, Redder, Kurrat, Paul, Assauer, Libuda, Weber, Held, Sturm, Emmerich).

Unmittelbar nach dem Malta-Auftritt flog der BVB zurück, um sich im Sauerland auf die Bundesligapartie gegen den HSV am folgenden Samstag vorzubereiten, das am folgenden Samstag unentschieden 2:2 endete. Knapp zwei Wochen später empfingen die Borussen La Valetta zu Rückspiel in der Kampfbahn „Rote Erde“. Die einseitige Partie vor 9.200 Besuchern endete unter der Leitung von Schiri McMailhan aus Irland 8:0 nach Toren von Emmerich (6!!!) und Aki Schmidt (2).

Die Qualifikation war damit geschafft, die großen Gegner konnten kommen. Und sie kamen! Wir werden in den kommenden Monaten kontinuierlich darüber berichten.

An dieser Stelle erscheinen an verschiedenen Jahrestagen von schwarzgelben Ereignissen kurze Geschichten oder Anekdoten, die in Zusammenarbeit mit der AG Tradition, der BVB Fan- und Förderabteilung und dem BORUSSEUM veröffentlicht werden.